Spätsommerduft

Spätsommerduft in Nüstern
wie warme Butter mit Honig und
Lavendelthymian

Hände streifen kitzelnd über hohe Ähren
Weizengoldfarben

Noch kriecht und wimmelt es
und noch flattert die Wäsche

Blätter torkeln schon
saftleer zu Boden

Spinnfäden werden eifrig gespannt
während die Tage sich früher der Nacht zuneigen

Gras kitzelt die Barfüße
in der Nachmittagssonne

Bald weichen Margeriten den Astern,
doch mit dir ist jede Jahreszeit schöner!

~ * ~

April

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Flamingofische

Aus meinen Ohren tropft süßer Honig, ich lasse ihn tropfen, wen soll es stören? Auf meinem Kopf ein Himbeerhut mit Stachelhaaren, wer sie berührt, wird elektrisiert. Flauschiges Himbeergarn mit bunten Perlen bestickt, die in der Sonne lächeln.

Sonnenstrahlen mäandern, ich schließe die Augen und folge blind dem Kaninchen, das sagt, es sei der Osterhase. Schnell hoppelt es, dass ich die Füße in die Hand nehmen muss und mein Kleid flattert.

Teppichwolken. Am Ende des Tunnels flutsche ich in eine riesige gummibootrote Rutsche und mache einen Looping. Kreische ich oder die Vögel?

Fliegende Flamingofische knabbern an meinen Zehen, bis ich mir vor Lachen die Seite halte.

„Halt! So geht das nicht“, rufe ich den Fischen zu und kitzle ihre Flossen, die davon wachsen und immer größer werden, als hätte ich den Zauber gefunden.

~ * ~

(Bild: Suppenküche mithilfe von dreamlines)

An der schönen blauen Donau

Der gestrige Samstag war nahezu ein Sommertag.

Die Gelegenheit für den ersten kleinen Radlausflug mit Sohn Nr. 2. (Sohn Nr. 1 möchte mit seiner Mutter nicht mehr gesehen werden, das wäre zu peinlich) auf der „Hausstrecke“ Richtung Donaustauf an der Donau entlang. Würden wir noch lange weiterradeln kämen wir nach einigen Tagen über Passau bis nach Wien.

Wir fuhren bis hierher, wo wir schon einen Blick auf die Walhalla werfen können.

„Mama?“ fragt der Bub dauernd, bevor ich mit „Ja?“ antworte, und er erst auf dieses Stichwort drauflosplappert. Außer mir ist keiner in der Nähe ;-).

Vereinzelt sieht man gelbe Löwenzahntupfer in den sich grünfärbenden Wiesen.

Der Wind ist etwas kühl im Nacken, die Donau glitzert im Sonnenlicht.

Auf dem Rückweg gibt es das erste Eis in der Eisdiele. Joghurt und Banane für meinen Mitradler, Tiramisu und Joghurt-Mandarine für mich. Im Waffelbecher.

Ja, ich mag meine Heimat! 🙂