„Kann man das in deinem Alter noch tragen?“

fragte mich gestern der große Bub, als ich ihm meine zwei neuen sommerlichflatterhaftleichten Hosen zeigte.

„So alt bin ich auch wieder nicht“, meinte ich…

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Die Gewissheit

dass er jetzt wieder da ist, erdbebenfern, anfängliches Heimweh und späteren Sonnenstich überstanden, dass er jetzt wieder sein Handtuch über meins hängt, weil er zu faul ist, es über seinen Handtuchständer zu hängen, dass man zu einem internationalen Jugendfußballturnier, das „Komm mit“ heißt, auch hinfahren kann, wenn der Rücken verletzt ist und man nicht mitspielen kann, dass 2-Sterne-Hotels in Italien so sind, wie man sie sich vorher vorgestellt hat, dass er mir eine Tasse mitgebracht hat mit einem roten Herz und „I love you“ und das schöner ist als alles Muttertagsgedöns und dass er in einer Woche vierzehn Jahre wird.

Haltet den Dieb! (via Krea-dives aus der Suppenküche)

Man höre und staune!
Sherlock Holmes und Detektiv Zufall haben das geklaute Fahrrad meines Sohnes gestern auf der Straße inflagranti ertappt.
Zwei Kids waren damit unterwegs, Herr Holmes (Vater des Radbesitzers) hat die beiden aufgehalten, die Streife gerufen (der Fall ist ja aktenkundig) und den etwas ramponierten Drahtesel wieder in den heimatlichen Stall überführt.

Wer hätte das gedacht!?

Mein Großer (13 J.) hat seinen ersten Ferienjob. Obwohl er ein Chiller ist – seiner eigenen Aussage nach. Ich bin echt stolz auf ihn, dass er den Job macht. Einmal wöchtentlich trägt er eine kostenlose Wochenzeitung aus. Die Tätigkeit ist nicht allzu spaßig, vor dem Austragen muss man noch in jede Ausgabe Prospekte einsortieren. Gut bezahlt ist sie auch nicht. Als er am Mittwoch Nachmittag gemeinsam mit seinem kleinen Bruder unterwegs war und ger … Read More

via Krea-dives aus der Suppenküche

Haltet den Dieb!

Mein Großer (13 J.) hat seinen ersten Ferienjob. Obwohl er ein Chiller ist – seiner eigenen Aussage nach. Ich bin echt stolz auf ihn, dass er den Job macht.

Einmal wöchtentlich trägt er eine kostenlose Wochenzeitung aus. Die Tätigkeit ist nicht allzu spaßig, vor dem Austragen muss man noch in jede Ausgabe Prospekte einsortieren. Gut bezahlt ist sie auch nicht.

Als er am Mittwoch Nachmittag gemeinsam mit seinem kleinen Bruder unterwegs war und gerade in einem Hochhaus die Zeitungen einwarf, hat ihm jemand – quasi unter dem Hintern – sein fast noch neues BMX-Rad geklaut.

Was mir dazu einfällt? Eine Sauerei ist das. Möge das Karma gerecht walten!

 

Mein Riesenbaby

Mein Baby wird heute dreizehn Jahre alt.

Er ist 1,81 m groß.

Er sagt von sich selber, er sei ein „Chiller“.

Jeden Tag geht er mindestens einmal duschen, auch sein Hairstyling ist ihm sehr wichtig.

Unterricht stört meistens seine Privatgespräche.

Mit seiner Fußballmannschaft ist er zum zweiten Mal hintereinander aufgestiegen.

Sein kleiner Bruder ist ihm oft fürchterlich lästig, aber eigentlich kann er auch nicht ohne ihn.

Wenn er gerade kein muffelnder Kotzbrocken ist, kann man ganz vernünftig mit ihm reden.

Manchmal darf ich ihn sogar ganz kurz drücken.

Auch wenn er mich oft zur Weißglut bringt, liebe ich ihn von ganzem Herzen.

~ * ~

Rebellion und Radfahren

Die diesjährige Einladung meiner Schwiegermutter zum Mittagessen in ein „Ausflugslokal“ habe ich diesmal abgelehnt. Ich mag weder das Essen dort, noch ist es meine Mutter.

Mutter bin ich selber und ich möchte mir selbst aussuchen, wie ich den Muttertag verbringe. Egoistisch? Vielleicht. Im Moment rebelliert alles in mir dagegen, weiterhin eine heile Familie zu spielen…

Um 14.00 Uhr starte ich zum Radfahren (mit meiner Mutter). Mein Großer (knapp 13) fährt nicht mit, er geht lieber ins Freibad. Okay, ich will ihn nicht dazu zwingen mitzukommen. Dafür hat er mir einen kleinen „Liebesbrief“ geschrieben, was sehr außergewöhnlich ist. 🙂

~  * ~

An der schönen blauen Donau

Der gestrige Samstag war nahezu ein Sommertag.

Die Gelegenheit für den ersten kleinen Radlausflug mit Sohn Nr. 2. (Sohn Nr. 1 möchte mit seiner Mutter nicht mehr gesehen werden, das wäre zu peinlich) auf der „Hausstrecke“ Richtung Donaustauf an der Donau entlang. Würden wir noch lange weiterradeln kämen wir nach einigen Tagen über Passau bis nach Wien.

Wir fuhren bis hierher, wo wir schon einen Blick auf die Walhalla werfen können.

„Mama?“ fragt der Bub dauernd, bevor ich mit „Ja?“ antworte, und er erst auf dieses Stichwort drauflosplappert. Außer mir ist keiner in der Nähe ;-).

Vereinzelt sieht man gelbe Löwenzahntupfer in den sich grünfärbenden Wiesen.

Der Wind ist etwas kühl im Nacken, die Donau glitzert im Sonnenlicht.

Auf dem Rückweg gibt es das erste Eis in der Eisdiele. Joghurt und Banane für meinen Mitradler, Tiramisu und Joghurt-Mandarine für mich. Im Waffelbecher.

Ja, ich mag meine Heimat! 🙂