Er war Musiker

Er war ein leidenschaftlicher Musiker und Musiklehrer, spielte und lehrte in erster Linie Gitarre und Klarinette.

Als junger Mann hatte er mit seiner Musikkapelle den Sommer über immer für ein paar Monate Engagements in der Schweiz. Die Herren trugen beim Auftritt Anzug und Hemd („Nehmen Sie grün, das hebt“, erzählt er noch heute gerne von der Empfehlung des damaligen Verkäufers mit jiddischem Akzent). Ein schöner Mann, den die Freundinnen seiner Tochter später anhimmeln sollten (was sie ziemlich eifersüchtig machte). Witze erzählt er auch heute noch leidenschaftlich gern, auch wenn wir sie alle schon viele, viele Male gehört haben.

Später war er sehr beliebt bei seinen Schülern an der städtischen Musikschule, von denen ihm einige selbst zum 75. Geburtstag noch ein Ständchen darbrachten, als er längst im Ruhestand war.

Sein Musiktalent hat er mir nicht vererbt, dafür ein bisschen Talent zum Zeichnen und Malen, das er wiederum von seinem Vater mit in die Wiege gelegt bekommen hatte. „Stell dir vor, den Vater haben sie in den letzten Kriegstagen ’45 noch erschossen“, sagt der Opa, der wie so viele Buben ohne Vater aufwachsen musste. Die Mutter war sehr dominant, als ich klein war hatte ich immer ein bisschen Angst vor ihr, gemocht habe ich sie nie.

Wenn es in seinem Leben an etwas mangelte, dann am ehesten an Durchsetzungskraft, gerne ging er den Weg des geringsten Widerstands.

Heute ist er alt und gebrechlich und seine Instrumente nimmt er schon lange nicht mehr in die Hand.

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Bayern-Tatort, Husten und der Fitz

Toller Tatort aus München gestern, oder?

Über die Münchner Kommissare bin ich überhaupt vor ca. 3 Jahren dazu gekommen, Tatort anzuschauen. Und was soll ich sagen, der Carlo fehlt immer noch a bissl.

Apropos… auf dem Abschiedskonzert der Drei in München war ich dabei, leider hatte ich scheußliche Kopfschmerzen und musste einen guten Teil des Abends im Eingangsbereich verbringen.

Der Fitz kommt immer wieder in meine Stadt und gibt dort kleine, feine Konzerte. Zweimal hab ich ihn bisher erlebt. Das eine Mal blieb mir ganz besonders im Gedächtnis, weil ich ihm in seine Nummer gehustet habe. Ein ekelhafter Hustenanfall, der bei einem Rockkonzert nicht besonders ins Gewicht fällt, aber im eher kleinen ruhigen Rahmen- nun ja – einen eher verzweifelt nach einem Mauseloch Ausschau halten lässt, in das man sich ganz schnell verkriechen kann. Das Verschwinden gelang leider nicht, der Fitz hielt inne und musste grinsen.

I wär in dem Moment liaba hintam Zaun gwesn 😉

Das ist in dem Zusammenhang auch noch ganz interessant…

MMM MMM MMM

Da war der Mann, der die Wahrheit nicht sehen wollte und am Auge eine chronische Entzündung bekam.

Da war die Frau, die keine Krankenschwester mehr für ihn sein wollte. Es war die gleiche Frau, die ihre neue Bluse anzog und hektische Flecken vor Nervosität bekam, als sie vor einem Triumvirat auch die Frage beantworten musste, ob sie Musiknoten lesen könne.

Da war der Junge, der so lange auf den Schnee gewartet hatte, aber keinen Freund hatte, um darin zu spielen.

Da war der andere Junge, der mit seinen Freunden am liebsten online spielte.

Und da war der Hund, der Socken zum Fressen gern hatte und alle gleichermaßen liebte.

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Teenieschwarm der 80er

Meine prägende Musik war Pop und Rock aus den 80er Jahren. Sie fühlt sich an wie mein musikalisches Zuhause, macht mich glücklich und gleichzeitig melancholisch, wenn ich mal wieder Songs davon höre. Und ganz nebenbei, kennt außer mir noch jemand Rick Springfield?

Hier ein recht aktueller Beitrag, in dem er auch über seine Depressionen spricht:

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Das war mein Lieblingssong, den ich „ein paar Mal“ angehört habe, und natürlich konnte man damals auch schon Musikvideos kucken (!):

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Wie man hier hört, hatte der Gute auch seine Probleme:

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Und wie sagt(e) Huey Lewis (der auch in den 80ern seine größten Musikerfolge feierte)? „The heart of Rock’n’Roll is still beating“!