Un-Annehmlichkeiten

Nach ein paar Wohlfühltagen in meiner norddeutschen Lieblingsstadt sieht sich die Suppenköchin zum wiederholten Male mit technischen Problemen konfrontiert.

Der häusliche Laptop hat sich in meiner Abwesenheit entschieden, seine Antipathie gegen Netzteile voranzutreiben. Nach bisheriger Konsultation zweier unabhängiger Experten soll nun ein Computer-Doktor eine endgültige Diagnose stellen. Ob das Gerät möglicherweise durch den Einbau einer neuen Platine desensibilisiert und geheilt werden kann, steht in den Sternen.

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Eine gute Zeit – mit oder ohne Advent –

wünscht

die Suppenköchin

Diplomatie

Diplomatie gehört nicht zu meinen Stärken.

Aber ich habe eine gute Ausrede, denn ich bin Schütze-Frau 😉 :

„Doch dort, wo ein Schütze ist, ist ein Fettnäpfchen nicht weit, denn taktlose Bemerkungen sind in der Tat seine Stärke. Durch seine offene und direkte Art stößt er andere Leute unabsichtlich vor den Kopf. Im Grunde meint er es gar nicht so, er sagt einfach, was ihm in den Sinn kommt. “ (Sternzeichen Schütze)

Vielleicht sollte ich mehr Duplo essen?

Da hat er den Salat!

Wer mit seinem Latein am Ende ist,

kommt auch auf keinen grünen Zweig,

Er sitzt metertief in der Tinte,

weil er Äpfel mit Birnen vergleicht

und nur noch Bahnhof versteht.

Da hat er ein Brett vor dem Kopf und

sollte lieber eine Eselsbrücke bauen,

bevor das Ende der Fahnenstange erreicht ist!

Jetzt muss er eine Kröte schlucken.

Da hat er den Salat!

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Die Frau mit dem schlechtesten Timing der Welt

Man könnte es auf das Alter schieben, aber sie war schon immer so.

Zuerst plauderten wir ein bisschen im Garten. Sie waren mit dem Auto unterwegs gewesen. Wie sie immer wieder heil nach Hause kommen, grenzt fast an ein Wunder, denn auf dem einen Auge ist er fast blind. Und tatterig ist er geworden in den letzten Jahren. Ein gutaussehender, fröhlicher und herzlicher Mann ist er gewesen. Musiker. Hauptsächlich Gitarre, Klarinette und Saxophon. Andererseits auch immer in bisschen in seiner Welt. Was wirklich in ihm vorging, wusste man nicht, glaube ich.

Geheiratet haben sie erst, als meine Mutter sechs war. „Mama, wann heiraten wir endlich?“, hatte sie immer gefragt. Sie war das einzige Kind, dessen Eltern nicht verheiratet waren. Das bekam sie durchaus von den ehrbaren Bürgern, den katholischen Schwestern und besonders dem Pfarrer zu spüren. Inzwischen sind sie eine Ewigkeit verheiratet.

Wie gesagt, sie kamen von einer Fahrt zurück. Ich saß im Garten und wartete auf Handwerker. Der Maler sollte kommen und ein Bekannter mit Helfer, weil die Markise defekt ist. Sie setzte sich zu mir – und dann will sie immer erzählen. Gut, ich verstehe es, aber manchmal ist es auch extrem nervig. Hinterher ging sie nach oben in ihre Wohnung. Es dauerte noch ein Weilchen, bis die Handwerker da waren. Natürlich kamen sie dann alle zusammen, ich konnte aber schlecht gleichzeitig mit dem Maler im Schlafzimmer sprechen und am anderen Ende der Wohnung im Wintergarten sein.

Dann hörte ich sie rufen, laut und mit diesem quengeligen Unterton: „Andrea! Andrea, bist du da? Komm mal her, ich muss dir was zeigen.“ Ich war alarmiert und eilte zu ihr. „Jetzt hat sich sich wehgetan“, schoss es mir durch den Kopf. „Ich war doch heute im Keller. Schau her, zwei so gute ungetragene Schlafanzüge in Gr. 52 (die Schlafanzüge gehörten meinem Bruder, der vor 12 Jahren verstorben ist, Schiesser versteht sich) habe ich gefunden. Könnt ihr die nicht brauchen?“ (Selbst nach einer strengen Fastenkur würde mein Ehemann da vermutlich nicht reinpassen.)

Mein Blick wanderte zu den beiden Herren, die auf dem Wintergarten herumkletterten und ich dachte an Klaus, den Maler, der auf mich wartete.

Da hatte sie wieder zugeschlagen, die Frau mit dem schlechtesten Timing der Welt.

Ort des Geschehens

Ehe-SMS-Talk

Hier eine kurze Unterhaltung per SMS, wie sie bei einem bayerischen Ehepaar stattgefunden haben könnte:

Sie: „Klaus kommt morgen. Heid Wusa?“ (Klaus, der Maler, hat für heute abgesagt und kommt stattdessen morgen. Heute abend Wurstsalat?) (Wurstsalat ist eine bevorzugte kalte Abendspeise des Ehemanns)

Er: „Ja, damit er no schee frisch is :-)“ (Dies impliziert, dass die Lyoner bereits seit Samstag im Haus ist, aber von der Gattin noch nicht zur Lieblingsspeise des Gatten verarbeitet wurde)

Sie: „Da Klaus?“ (Die Gattin geht in scherzhaftem Ton auf die Anspielung ein, lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen)

Er: „Naa, d’Wurscht ;-)“ (Der Gatte ignoriert den Scherz der Gattin und beharrt auf der Frische seines Wurstsalats)

Bayerische Ehepaare talken nicht nur in Mundart per SMS. Sie können auch hochdeutsch. Aber die Unterhaltung ist ja nur frei erfunden 😉