Die Sache mit Valentin

Heut‘ ehren wir den Valentin

doch gibt’s noch andere Männer

und das nicht nur im Februar

nein, durchaus schon im Jänner

.

Ob Benedikt, ob Nikolaus

Frau denkt und meint, sie kennt sich aus

darunter mancher Penner

.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

ob sich nicht doch was Besseres findet

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Spielerfrau, mein Ideal!

Bundesliga-Winterpause
Ach, wie ich mich davor grause

Weiß nicht, was ich anziehen soll
Spielerfrauen sind so toll

Schick auf der Tribüne sitzen
Lassen sie die Männer schwitzen

Neue Nasen, lange Beine
Ungepflegt sein darf da keine

Make-up und Klamotten neu
Sind sie ihren Helden treu

Flirt nur mit der Kamera
Wozu ist sie schließlich da?

Karriere macht sie nebenbei
Modeln und dann Babybrei

Zahnarztfrau, die war einmal
Spielerfrau, mein Ideal!

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Verlängerter Limerick über die Korrespondenz eines Herrn an eine Dame

He sent her a note
“The winter is cold”

He wrote her a letter
“The summer feels better”

In springtime: no card
‘cause he gave his heart

to a woman with hair
just like gold

(verlängerter Limerick oder etwas in der Art von mir, einfach so, zwischendurch)

Winterlicht

Kostbar ist das Licht zur Winterzeit

als ob es ein Geheimnis in sich trägt

nur langsam legt es Scheit auf Scheit

selbst Funken es nur mühsam schlägt

.

Woher es kommt, verrät es nicht

Sieh nur, wie sich sein Leuchten auf dich legt

Mal flackert es, mal es sich kräftig regt

Sei leise Kind, vertreib es nicht

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(Ein kleines besinnliches Gedicht aus meiner Feder. Entstanden heute morgen, als die Sonne ein ganz besonderes Licht verbreitet hat, wie sie es nur im Winter tut.)

Die Laubkönige gibt es nicht mehr

Verschwunden sind die Laubkönige

die auf kurzen Beinen

ihr Königreich regierten

das Laub rascheln ließen

durcheinanderwirbelten

dass die Blätter nur so himmelwärts flogen

buntes nimmermüdes Treiben

Laubhaufen erklimmend

stolz Schubkarrenkutsche lenkend

gezogen von eifrigen, bald atemlosen Rössern

mit bebenden Nüstern

Laubkönige vor Vergnügen kreischend

Rösser anfeuerend

wangengerötet

einst Könige in ihrem Reich

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(Foto: Die verlassene Festung der Laubkönige)

Spätsommerduft

Spätsommerduft in Nüstern
wie warme Butter mit Honig und
Lavendelthymian

Hände streifen kitzelnd über hohe Ähren
Weizengoldfarben

Noch kriecht und wimmelt es
und noch flattert die Wäsche

Blätter torkeln schon
saftleer zu Boden

Spinnfäden werden eifrig gespannt
während die Tage sich früher der Nacht zuneigen

Gras kitzelt die Barfüße
in der Nachmittagssonne

Bald weichen Margeriten den Astern,
doch mit dir ist jede Jahreszeit schöner!

~ * ~