Ich mal mir einen Pinguin

Ich mal mir einen Pinguin

weil unser Haus plötzlich einen künstlichen Ausgang bekommen hat

weil zwei Frauen sich streiten wie vor 20, 30 Jahren

zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten

die eine beharrt, die andere möchte endlich nicht mehr nachgeben

und ich? versuche mich einigermaßen herauszuhalten und

mal mir einen Pinguin…

(kleines Aquarell digital gerahmt)

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19 Kommentare zu “Ich mal mir einen Pinguin

    • Eine schwierige Phase für alle Beteiligten. Opa ist jetzt Pflegefall (bisher nur ein leichter), Oma möchte, dass alles möglichst nach ihrem Kopf (weiter-)geht, Einkaufen etc. Meine Eltern sind logischerweise deswegen sehr viel im Einsatz und dabei knallen meine Mama und Oma aufeinander, weil auch alte Konflikte nicht wirklich bereinigt wurden. Und ich lebe mit meiner Familie mit meinen Großeltern im gleichen Haus, d.h. wir sind auch alle „hautnah“ dran. „Kalte Schulter zeigen“ geht also nur bedingt.
      Liebe Grüße, A.

  1. Oh, das ist eine schwierige Konstellation. Ich möchte gerne einmal wissen, ob in der jüngeren Generation auch diese Mutter-Tochter-Problematik herrscht. Meine Mama und meine Oma, meine Mama und ich. Leider habe ich keine Tochter. Ich hätte zu gerne gewusst, ob ich nicht nur vom Kopf her diesen Reigen hätte unterbrechen können, oder ob ich alte Muster ganz unbewusst auf meine Tochter übertragen hätte. Aber hätte, wenn und aber bringt mir auch keine Gewissheit. Es ist schwierig, sich in neue Situationen einzuleben, wenn jahrelang alles seinen Gang ging, ganz besonders für die Älteren, die nun mit letzter Gewissheit erleben, dass sie vieles nicht mehr können. Das mit Gelassenheit anzunehmen und zuzulassen, dass andere die gewohnten Dinge anders anpacken als man selbst, ist kein einfacher Akt im Spiel des Lebens.

    • Hin und wieder habe ich mir auch schon gedacht, es wird bestimmt seinen Sinn haben, dass ich zwei Söhne und keine Tochter habe. Insofern werden wir beide es wohl nie erfahren.
      Systemisch betrachtet „überträgt“ sich alles von Generation zu Generation, aber ich glaube schon, dass wir die Generation sind, die daran arbeiten, das Alte/Überholte aufzulösen.

      • Ja! Mein Mann hat mich oft gefragt, warum ich so anders hatte werden können als meine Mutter. Dabei ist die Antwort ganz einfach: Ich wollte nicht so werden wie sie. Und weißt Du was jetzt geschieht? Ich ertappe ich mich dabei, dass ich in einigen Dingen doch so bin wie sie. Nur in der Erziehung meiner Söhne war ich völlig anders als sie in der Erziehung ihrer Kinder.

      • ich habe eine Tochter und kann nur sagen, dass es gelungen ist … meine Mutter und ich hatten es wirklich schwer miteinander, aber wir zwei haben es wirklich gut miteinander! ob das jetzt allgemeingültig ist, weiß ich natürlich nicht …

        übrigens ein toller Pinguin ist das, den hab ich gleich ins Herz geschlossen!

        liebe Grüße
        Frau Blau

      • Das ist gut zu hören, dass Deine Tochter und Du es gut miteinander haben. Ich selber würde behaupten, dass ich sowohl mit meiner Mama als auch mit der Oma gut auskomme, wobei ich zu meiner Mutter das bei weitem engere Vertrauensverhältnis habe.
        Der Pinguin freut sich auch 😉

    • Liebe Gitti,
      da habe ich auf den ersten Blick gleich ganz tolle selbstgemalte Bilder auf Deinem Blog gefunden!
      Freut mich sehr, dass Du mich besucht hast 🙂
      Herzliche Grüße aus Bayern
      Andrea

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