Er ging so gern Fischen

Fast jeden Tag fuhr er zum Fluss um zu angeln. Er liebte es am Ufer zu sitzen, in der Natur zu sein, seinen geliebten Hund um sich zu haben.

Er verstand nicht, warum er plötzlich im Pflegeheim eingesperrt sein sollte. Sein Leben lang war er frei, konnte kommen und gehen, wann er wollte.

Zwei Polizeibeamte fanden ihn in einem Gasthaus im Ort. Er setzte sich zur Wehr, als sie ihn wieder zurückbringen wollten. Jetzt ist er im geschlossenen Bereich „Seniorenwohnen für Demenzkranke“.

Es macht mich traurig, wenn ich daran denke.

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18 Kommentare zu “Er ging so gern Fischen

  1. Schlimm ist das, liebe Andrea.

    Also, gebt euren Hirnchen täglich reichlich „zu knabbern“! Haltet sie auf Trab! Nicht alles ist Schicksal!

  2. Oh, man ein ähnliches Problem kommt auch auf uns zu! Weil meine Mom schon ca. 6x im letzten und Anfang diesen Jahres im Krankenhaus (1x mit Genickbruch) war, möchten wir sie eigentlich im betreuten Wohnen sehen. Sie weigert sich aber, weil sie Angst hat, dass Sie nicht mehr machen kann was Sie möchte! Es ist echt sch..ße sowas!

    Irgendwie muss ich bei diesem Beitrag an den einen oder anderen PUR Song denken! Wenn sie diesen Tango hört oder der Mann am Fenster, geht zwar nicht genau um dasselbe aber die Stimmung, die es auslöst ist die Selbe bei mir!

    Liebe Gruß Sue

  3. Gestern auf einem ersten Spaziergang mit meiner Freundin in der Nähe von Belzig trefen wir einen alten Mann mit Rollator im Wald. Es entspann sich ein kleines Gespräch. Der alte Mann war früher der Briefträger des Ortes, alle kümmern sich jetzt um ihn! Das gibt es auch!

      • Mir nur ein klein wenig. Es scheint doch einen großen Unterschied zwischen Stadt- und Land -(Dorf-)bevölkerung zu geben. Außerdem habe ich den Eindruck, dass auch etliche Jahre nach der Wende die Nachbarschaftshilfe in der ehemaligen DDR noch gut funktioniert.

      • Zu beiden Einteilungen (Stadt/Land – und dort vor allem ursprüngliche Besiedlung – und BRD/DDR) volle Zustimmung.

        Aber auch in den gebrauchten Bundesländern funktionierte das in manchen Gegenden.

      • In ländlichen Gegenden wird das auch so gewesen sein. Dort, wo die Menschen sich kennen, wo jeder weiß, was in Nachbars Haus so los ist, war (und ist) die Solidarität sicher ausgeprägter – und freiwillg!

  4. ich kann das gut verstehen, aber die frage ist ob er so demenzkrank ist das er sich selbst und andere gefährdet. ich fänd das auch schrecklich so leben zu müssen. aber manchmal geht es leider nicht anders.

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