Flamingofische

Aus meinen Ohren tropft süßer Honig, ich lasse ihn tropfen, wen soll es stören? Auf meinem Kopf ein Himbeerhut mit Stachelhaaren, wer sie berührt, wird elektrisiert. Flauschiges Himbeergarn mit bunten Perlen bestickt, die in der Sonne lächeln.

Sonnenstrahlen mäandern, ich schließe die Augen und folge blind dem Kaninchen, das sagt, es sei der Osterhase. Schnell hoppelt es, dass ich die Füße in die Hand nehmen muss und mein Kleid flattert.

Teppichwolken. Am Ende des Tunnels flutsche ich in eine riesige gummibootrote Rutsche und mache einen Looping. Kreische ich oder die Vögel?

Fliegende Flamingofische knabbern an meinen Zehen, bis ich mir vor Lachen die Seite halte.

„Halt! So geht das nicht“, rufe ich den Fischen zu und kitzle ihre Flossen, die davon wachsen und immer größer werden, als hätte ich den Zauber gefunden.

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(Bild: Suppenküche mithilfe von dreamlines)

Voglio il tuo profumo – Päpstliche Duftkreation

Wie wir wissen, fand schon Jesus dereinst Gefallen daran, dass ihm die Füße mit duftendem Öl gesalbt wurden. Allem Anschein nach tritt der Oberste Hirte nun in seine wohlriechenden Fußstapfen. Dem Klerus wird ja gelegentlich ein gewisses Maß an Weltfremdheit nachgesagt, aktuelle Schlagzeilen vermitteln jedoch ein ganz anderes Bild.

Sylvana Casoli wurde dazu ausersehen, nach Madonna, Sting und Antonio Banderas auch für seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. den Geist in der Flasche zu kreieren. Nach dem Bayerischen Wald soll es riechen das Duftwässerchen, ebenso nach Ruhe und Frieden. Die Beimengung von Moschus in der Herznote ist allerdings nur ein Gerücht, ebenso wie die Ankündigung einer neuen päpstlichen Enzyklika über die Sieben Todsünden.

In diesem Zusammenhang nimmt der 1986 von der italienischen Musikerin Gianna Nannini veröffentlichte Song „Voglio il tuo profumo“ im Rückblick geradezu prophetische Ausmaße an:

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Noch unbestätigten Quellen zufolge wurde Harald Glöööööööckler damit beauftragt, eine neue Kollektion für den Papst zu entwerfen. Einige Kardinäle und Bischöfe bekundeten bereits Zustimmung und Interesse auch in eigener Sache.

Und nun geht’s zur Abstimmung, wie das päpstliche Duftwässerchen heißen soll: