Gedanken

In Schweden soll es ein Baby richten, in Deutschland der Joachim.

Stell dir vor, du bist Bettschälla, und keine will dich.

Es macht mich wütend, im Fernsehen Frauen zu sehen, die keine andere Aufgabe zu haben, als die sexy Assistentin für einen Mann zu spielen.

Das Virtuelle als Ersatzbefriedigung? Lohnt es sich überhaupt, etwas von sich selbst ins WWW zu posaunen? Die bleibende Frage: Habe ich „der Welt“ etwas mitzuteilen bzw. zu zeigen? Welchen Sinn hat eine Galerie auf einem Kunstforum (DeviantArt), die keiner besucht?

Wenn zwei Menschen mit ihren Schattenseiten aufeinanderprallen, wird’s finster. Wenn sie das Licht wieder (ein bisschen) anknipsen, können sie wachsen.

Ich möchte nicht (mehr) von meinen Gedanken beherrscht werden. Der Weg dorthin ist ein wahnsinnig spannendes Thema…

~ * ~

(Foto: Suppenküche)

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21 Kommentare zu “Gedanken

  1. Ob es sich lohnt, liebe Krea-Diva, wer weiß das schon. Aber es gibt Leute, die sich freuen, von dir zu hören, die der Ansicht sind, du hättest durchaus etwas mitzuteilen. Wir werden vielleicht nicht gerade in die Geschichte eingehen mit unseren Blogs oder die Welt verändern, aber wir sind da, wir treffen uns, wenn auch nur virtuell, wissen voneinander, dass wir da sind, hinterlassen unsere Spuren und berühren uns. Das finde ich schön.

    • Liebe Petra,
      ich finde, Du bist ein wirklich wohltuender (virtueller) Ruhepol mit einer sehr positiven Ausstrahlung!
      Es ist mir eine große Freude, dass wir uns hier begegnen, und auch bei Dir zu lesen (besonders schätze ich u.a. Deine Leseplätze).

      Überkommen Dich nicht ab und zu solche Gedanken, dass Du Dich fragst, warum und für wen blogge ich überhaupt?

      • Oh, vielen Dank! : ) Und natürlich denke ich auch manchmal darüber nach, wie „sinnvoll“ das Ganze eigentlich ist. Aber ich glaube, so lange wir Feedback bekommen, zeigt es ja, dass wir einige Leute zumindest ansprechen können. Und daraus hat sich im Laufe des Bloggens ein schöner Kreis von sehr lieben Menschen ergeben, mit denen ich mich gern austausche. Auch wenn’s manchmal nur der „Gefällt-mir“-Klick ist, selbst das zeigt, dass das Gebloggte „angekommen“ ist. Ich vergleiche es immer mit einer Art Zeitung, die man ganz nach den eigenen Interessen gestaltet – und glücklicherweise finden sich tatsächlich Leserinnen und Leser, die ähnliche Interessen haben und immer mal wieder vorbeischauen. Womöglich übersteigt der Spaß, den mir das Bloggen macht, sogar den der Besucherinnen und Besucher ; )

      • Wenn Dir das Bloggen selber viel Freude macht, kommt das ja auch über Deinen Blog rüber. Die Leser spüren das und kommen gerne wieder 🙂

        Ach ja, der leidige „Daumen hoch“… 😉

  2. Nur Bettschälla reicht eben nicht, Mann/Frau muss schon Master of the Universe sein!
    Was die sexy Frauen betrifft, musst Du nicht Fremdwüten – die machen das doch freiwillig, genauso wie die ganzen Ichwerdejetztdasnächstetopmodelmädchen, die wie die Lemminge der Klum nacheifern znd nicht merken, wer wirklich davon profitiert. Die eine wie die andere auf der Sexmasche reiten müssen.
    Virtuelle Ersatzbefriedigung? Mag sein. Aber das muss jede/r für sich entscheiden. Schade ist es allemal um die viele Mühe, die in manch einem Blog steckt und in das man vielleicht zufällig reinschlittert und bass erstaunt ist. Die Möglichkeit hier bekannter zu werden ist jedenfalls nicht ganz klein. Ein paar Mal auf den angesagten Blogs kommentieren kann Traffic verschaffen, so man das will. Und schon gibt es Interessenten für Gemälde, Fotos, Literatur.
    Und Schatten gibt es nur, wo auch Licht ist. Also besteht für die Schattentreffenden durchaus eine Chance.
    Der Gedankenteil muss länger überdacht werden. Aber beherrschen mich dann nicht schon Gedanken? Eine sehr inspirierende Sache hast Du da angestoßen.
    Liebe Grüße,
    Elvira

    • Liebe Elvira,
      das macht mich ja so wütend, dass Frau das alles mitmacht und nicht checkt, wie der Hase läuft!
      Klicks und Traffic zu erhöhen erscheint mir auch nur in Maßen erstrebenswert. Man möchte sich ja auch nicht an den Blog ketten.
      Wie würde vielleicht Loriot sagen? „Bloggen soll etwas Heiteres sein“. Wieviel Befindlichkeit darf/soll sein, wie privat etc.???
      Der Gedankenteil ist irre spannend! Obwohl ich es theoretisch besser weiß, gerate ich immer wieder in die Gedankenfalle. War das das Buch, das Du mir mal empfohlen hattest: Wu wei: Die Lebenskunst des Tao von Theo Fischer?
      Ich glaube, es ist mal an der Zeit für mich das zu lesen…

      An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal ganz herzlich bei Dir für Deine anregenden Kommentare bedanken!

      Liebe Grüße
      Andrea

  3. Ja, das ist das richtige Buch!
    Für mich sind Klicks+Traffic nicht wichtig – aber wenn jemand ein richtig tolles Projekt auf die Beine stellen will (wie ich es fand, als ich DeviantArt suchte), ist das mitunter der einzige Weg. Ich habe anfangs viel in den „angesagten“ Blogs gelesen, selten kommentiert (was ich überwiegend auch nur mache, wenn ich etwas zu sagen habe oder etwas einfach nur gut/anregend finde), aber es wurde dort recht schnell öde. Das x-te Mal über einen Schüler, eine Schwangere o.ä. zu lesen, verliert bald den Reiz (obwohl das hunderte von Anderen anders sehen).
    Mein Mann zeigte mir gerade einen Ausschnitt aus einer Sendung mit Alfons: Zwei (ältere bis alte) Frauen wurden, unabhängg voneinander, gefragt, was sie zur Kanzlerschaft Merkel sagen. Die erste Frau flippte fast aus, sprach was von Revolution, wie doof wir Deutschen sind, immer zu jammern statt auf die Straße zu gehen. Die zweite war in Begleitung ihres Mannes und sagte, sie sage dazu nichts. worauf der Mann antwortete. Alfons fragte dann, wie er, der Mann, zu einer Faru an der Spitze einer Regierung stehe. Da sagt der doch glatt, dass, wenn es um wichtige Entscheidungen ginge, besser Männer diese träfen, die könnten das besser. Und seine Frau? Sagt bohnenstrohdumm: Das seh ich auch so! DAS macht mich echt wütend!! Ich wäre am liebsten in den Bildschirm gesprungen.

  4. Irgendwie lese ich immer wieder Sachen von Dir und natürlich finde ich manche, d.h. selten Geschichten aus deinem Leben eher…naja seien wir mal ehrlich, keiner würde sich für mich und meinen Beitrag interessieren, wenn ich mal schreiben würde, dass jetzt endlich mal Zuhause angekommen bin und der Tag einfach mal **** war. Wen kümmert es?

    Aber allein die Fähigkeit zu haben sich der Welt und seinem Umfeld mitteilen zu können ist enorm viel wert. Auch aus der Sicht der Depressionen und damit verbundenen Leiden ist es sehr hilfreich, dass man überhaupt mit jemanden über irgendetwas sprechen kann. Auch die Blogs sind mehr als ein Selbstgespräch. Es ist nicht nur eine Art der Erleichterung, es ist eine gute Möglichkeit neue Bekanntschaften zu finden und vielleicht sogar Freunde fürs Leben. Ich verstehe nichts vom Bloggen, aber ich wünsche allen, die dieses zum Hobby gemacht haben, viel Durchhaltevermögen und zahlreiche interessante Beiträge.
    Liebe Grüße
    Der Leser aus der Ferne

    • Lieber Leser aus der Ferne,
      was antworte ich Dir jetzt? *grübel*
      Vom Bloggen muss man nicht viel „verstehen“. Es ist eher ein innerer Impuls. Jeder hat verschiedene Beweggründe dafür, jeder zeigt etwas anderes.
      Ich würde sagen, bei mir sind die Beiträge eher bunt gemischt, es gibt ja auch viel Humorvolles, etc. Aber es gibt auch Phasen, wo sich eine gewisse Schwermut bei mir niederlässt, das liegt aber an meiner aktuellen Lebenssituation. Das wächst sich aber nicht zu einer echten Depression aus.

      Wenn die Aufgabe einer Frau nur darin besteht, als sexy Beiwerk für den Mann zu fungieren, sind sie weit davon entfernt „eins zu sein“. Das ist ja das Fatale. Und das wird uns an allen Ecken und Enden permanent so serviert (Werbung, TV).

      Hast Du persönlich schon mal drüber nachgedacht, selbst ein Blog zu erstellen?
      Wäre doch vielleicht eine Überlegung wert, oder?

      Liebe Grüße
      Andrea

      • Hallo Andrea,
        das ist wohl so mit den Frauen und mit dem Menschen an sich.
        Vielfach geht es im Grunde um Effektivität und Effizienz. Der Mensch bleibt oft auf der Strecke. Schade um die Frauen, aber das EGO, das wir aus den Bilder der anderen aufbauen, entspricht wohl nicht ganz dem wahren ich. Die meisten sind Gefangene des äußeren ICH und entfernen sich vom inneren wahren ich. Zumindest sagen einige Autoren etwas ähnliches.
        In meinem Blog warst du ja, aber ich hörte damit auf, weil mir die Pseudo-Reime ausgegangen waren. Die Depressionen bezog ich nicht auf Deine Situation, die mir gänzlich unbekannt ist. Sorry für das Missverständnis.
        Liebe Grüße zurück
        Alexej

      • Interessant, was ich dachte, aus Deinem Kommentar herauszulesen. Da war ich wohl schief gewickelt 😉

        Wenn ich jetzt bloß wüßte, um welchen Blog es geht?

        Das hast Du sehr gut auf den Punkt gebracht: „Die meisten sind Gefangene des äußeren ICH und entfernen sich vom inneren wahren ich“. Das ist das, was die Welt „will“, uns von unserem wahren Kern entfernen, damit wir Goldene Kälber anbeten.

      • Will die Welt das wirklich? Kann die Welt überhaupt etwas wollen?
        Ich bin vor Kurzem auf die Bücher von Deepak Chopra gestoßen. Von mir gibt es dazu nur Empfehlungen.
        Mich findest du im Übrigen in den Archiven…vielleicht bringt mich die Gemeinde dazu auch wieder ungeordnete Buchstabensuppen in die Welt zu setzen. Mal sehen. Danke für die Anregungen.
        Viele Grüße
        Alexej

      • Ich glaube, ich habe mich gestern etwas zu biblisch ausgedrückt 😉
        Ich meinte, das ist eben genau die Herausforderung, im Trubel des Lebens, mit all seinen Verlockungen (Macht, Geld, etc.) den eigenen Wesenskern zu bewahren.
        Aber unter welchem Blognamen finde ich noch etwas?
        Würde mich sehr freuen, ungeordnete Buchstabensuppen von Dir zu lesen 😉
        Danke Dir für Deine Gedanken und Anregungen
        Andrea

  5. @Frauen:
    Und was ist an dem Titel „Assistentin des Mannes“ schlimm?
    Wir, Mann und Frau sind doch eins. Von den Grundlagen mal ausgehend, sind wir doch eins. Man kann nichts mehr entnehmen und nichts hinzufügen. Wir assistieren einander, um bessere Menschen zu sein. Und das Glück und vor allem Sinn im Leben zu finden. Oder sehe ich das viel zu bunt? Manche sagen zwar, dass es Menschen gibt und das es Frauen gibt, aber muss man es so verbissen betrachten. Ich habe vielleicht die, für mich perfekte Hälfte nicht gefunden, und mag es daran liegen, dass ich zu perfektionistisch = kompliziert denke und fühle, aber die Welt sieht mal so aus, wie wir denken.
    Liebe Grüße
    Der Leser aus der Ferne

    • Es geht eher um die Sorte Strunziker, die mir nicht mal den Buckel runterrutschen dürfte, das saudumme Stück das. Eine kluge wie böse Frau prägte dereinst den Begriff „Zierschnalle“, die durch ihre mediale Dominanz zum Berufswunsch vieler Mädchen avancierte. Eine echte Assistentin ist anders, nämlich nützlich im praktischen Sinne. Die Lächel-Mischel ist ja noch Lichtjahre unter Maren Gilzer, die konnte wenigstens am Glücksrad drehen…

      • Ich möchte M. H. nicht die Intelligenz absprechen, aber ihre Assistentinnenrolle von Gottschalk finde ich kein gutes Vorbild für Mädchen. Sie war ja rein schmückendes Beiwerk für den Mann, das Busen und Beine zeigt und ab und zu den Mund aufmachen darf. Im Grunde war sie eh überflüssig, weil er die Sendungen vorher ja auch ohne sie (erfolgreich) moderierte.

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