So sicher wie das Amen in der Kirche

Langweilige alte Zöpfe,

die sich christliche Werte nur auf ihre Fahne schreiben,

in ihren gemachten Nestern aus gesicherten Einkommen sitzen,

deren Predigten bodenlange Bärte haben

und denen meine äußere und innere Frisur nicht passt,

bete ich nicht an.

AMEN.

~ * ~

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10 Kommentare zu “So sicher wie das Amen in der Kirche

  1. Das klingt aber ganz schön wütend. Ich mag das Bigotte auch nicht. Ich habe als Jugendliche zunehmen die Kluft gespürt von dem, was Jesus so erzählt haben soll, welches Verhalten meine christlich-katholische Umgebung von mir erwartete und welches sie selbst an den Tag legte. Um dieser Lücke auf den Grund zu gehen, habe ich das komplette neue Testament gelesen mit der Folge, dass ich mich von der katholischen Kirche entfernt habe. Inzwischen bin ich ja lange schon ausgetreten. Mein Glaube heute ist wohl so was Individuelles.

    • Ja, da stinkt so einiges gewaltig zum Himmel und durchs Bloggen konnte ich etwas Dampf ablassen.
      Glaube ist natürlich ein Riesenthema, mir gehts da so wie Dir, dass er inzwischen etwas Individuelles geworden ist.

  2. Nein, die würde ich auch nicht anbeten! Manchmal denke ich, den richtigen Glauben hat wohl mein Hund: Der betet Joghurt an 😉
    Gestern bei der Shabbat-Lesung hatte ich so eine Idee vom Glauben und mir wurde klar, dass es Menschen sind, die es schaffen – oder eben auch nicht – dass man über Glauben, egal welchen, zumindestend nachdenkt und ihm dann vielleicht näher kommt.

    • Liebe Elvira, Glaube ist natürlich ein ganz persönliches Thema, das jede(r) ganz individuell bestimmen sollte. Hier ging es mir aufgrund einer aktuellen persönlichen Erfahrung um Kirche, männliche Würdenträger und deren alte Zöpfe.

  3. Liebe Andrea,

    weißt du, warum bei dem riesigen ans Kreuz genagelten Jesus bei uns im Dom (rechts vom Altar, musst mal schauen) der Bart wächst? (Und das tut er tatsächlich!) Nein, nicht weil es ein Wunder ist. Auch nicht, weil man irgendwann einen Märtyrer ans Kreuz genagelt hat und der noch nicht ganz tot ist. Sondern schlicht und einfach, weil das Echthaar immer mehr Staub ansetzt und keiner sich traut, den Staub zu entfernen, aus Angst, das Haar könnte dann auch gleich zu Staub zerfallen und der Jesus dann ganz anders aussehen. Und so ist das auch bei deinen Zöpfen. Lieber die Augen vor dem Dreck verschließen, als dass mal was ans Licht käme, das darunter verborgen ist.

    Deine äußere Frisur finde ich übrigens toll! Und sie ist genauso kreadiv, wie ich auch deine innere einschätze. Also weiter so und den Rest so traurig sein lassen, wie er ist! 😉

    Übrigens hat mir eine Bekannte erzählt, dass morgen in der Picasso-Ausstellung ein Vortrag „Picasso und seine Frauen“ ist. Und ich überlege gerade, ob ich als Kontrastprogramm zur heute kurz eingefangenen Kälte draußen morgen in den Leeren, aber hoffentlich warmen Beutel gehen sollte 😉 Ich weiß leider noch nicht, wann das ist, aber falls du so extrem spontan morgen irgendwann ein Zeitfenster und Lust hättest, dann meld dich doch, vielleicht passts ja. Die Bilder gibts ja auch ohne den Vortrag 😉

    GLG Sunny

    • Das Gute ist, dass sich mancher Dreck nicht länger verstecken lässt und immer mehr zum Vorschein kommt.

      Ansonsten danke ich Dir herzlich für Deine lieben Worte 🙂

  4. Pingback: der hauptzweck von beerdigungen… | gedankentheater – versuch einer inszenierung meines lebens

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