Zermürbteig

Ich habe da ein prima Rezept für einen Zermürbteig, mit dem man nicht nur sich selbst sondern auch andere nahestehende Personen hervorragend zermürben kann. Das Basis-Rezept ist für alle gleich, aber natürlich kann man ihn ganz nach persönlichem Geschmack variieren und belegen.

Ein klassischer Zermürbteig für Kuchen und Kekse ist der „1-2-3-Teig“, der die Anteile von Zweifeln, negativen Gedankenschleifen und emotionalem Waterloo in einem klaren Verhältnis beschreibt.

Ein Zermürbteig ist schnell zubereitet. Achten Sie darauf, dass beim Kneten die Hände warm sind, dann klebt er besser (im Gehirn)!

Gutes Gelingen wünscht
Ihre Suppenköchin

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The Versatile Blogger Award

Die Suppenküche hat eine Auszeichnung bekommen:

Wer so freundlich war? http://thequietphotographer.wordpress.com/

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür, lieber Robert 🙂

Ihm hat es wohl gefallen, mich in meiner Suppenküche zu besuchen und das eine oder andere Süppchen zu kosten.

Wer diesen Award ursprünglich ins Leben gerufen hat, weiß ich nicht. Böse Zungen mögen behaupten, es handle sich dabei um ein Schneeballsystem, aber ich bin ja kein Mitglied einer Drückerkolonne. Deshalb freue ich mich einfach über diese Art der Anerkennung und teile sie im nächsten Schritt mit anderen Blogs. Besonders schön ist es, dass der Zeitpunkt sich mit meinem einjährigen WordPress-Blog-Jubiläum überschneidet.

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Zu den Spielregeln gehört es nun, Euch 7 Dinge über mich zu erzählen, die Ihr noch nicht wisst:

1. Ich mache beim Blogwichteln 2011 mit.

2. Eine meiner engsten Freundinnen zieht im Dezember weg aus meiner Stadt, was mich gerade mit sehr viel Wehmut erfüllt. Nächste Woche werde ich sie und ihren Partner in ihrem neuen Hamburger Zuhause besuchen, worauf ich mich tierisch freue!!!

3. Ich habe einen riiiiiiiiiiiiiesengroßen Herzenswunsch für das Neue Jahr…

4. Unter Bloggerkollegen ist es gelegentlich wie im richtigen Leben, entweder die Chemie stimmt oder nicht.

5. Am Montag habe ich mir mit meiner Mutter „Eine ganz heisse Nummer“ in meinem Lieblingskino angesehen. Wir haben uns köstlich amüsiert. Wer spritzig-rustikalen Humor mit Monika Gruber und Gisela Schneeberger mag und bayerischen Dialekt versteht, wird ihn lieben.

6. Meine Söhne sind beide Sternzeichen „Zwilling“, aber vom Charakter her völlig unterschiedlich.

7. Wenn ich aus dem Haus gehe, überprüfe ich meistens zweimal, ob ich richtig abgeschlossen habe.

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Wer den Versatile Blogger Award erhält, soll ihn an 15 andere Blogs weitergeben, was ich hiermit gerne tue:

1. http://ekriture.wordpress.com/

2. http://feuerfalter.wordpress.com/

3. http://gedankentheater.wordpress.com/

4. http://gurkenbeetdesaster.com/

5. http://jasminkari.wordpress.com/

6. http://http://mayarosasweblog.wordpress.com/

7. http://namenslos.wordpress.com/

8. http://pagophila.wordpress.com/

9. http://phileablog.wordpress.com/

10. http://quilttraum.wordpress.com/

11. http://searchforluck.wordpress.com/

12. http://steffieissele.wordpress.com/

13. http://sweetkoffie.wordpress.com/

14. http://wawuschel.wordpress.com/

15. http://www.zerosista.de/

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Als Nächstes sollen die ausgewählten Blogs informiert werden, dass sie den Award erhalten haben. Ich werde mich bemühen, dies zeitnah zu erledigen.

Die Suppenküche wünscht allen (Besuchern) einen schönen Tag 🙂

Gynäkologe : Urologin

Ich frage mich aktuell, ob es eben so viele Urologinnen wie männliche Frauenärzte gibt?

Ein Blick in das Ärzteverzeichnis meiner Stadt sagt etwas Anderes, da finde ich nämlich nur eine einzige. Laut Wikipedia waren am 31. Dezember 2006 in Deutschland 6156 Fachärztinnen und Fachärzte für Urologie registriert, von denen 4883 ärztlich tätig waren. 504 der Gesamtzahl an Urologen waren Frauen. Im ambulanten Bereich arbeiteten 215 Frauen, 254 im stationären Bereich. Außerdem gibt es ja noch den (Zusatz) „Männerarzt“.

Als Frau kann ich nur sagen, dass ich mit Frauenärztinnen bisher keine besonders guten Erfahrungen gemacht habe. Ich fand sie weniger kompetent und eher „grob“ bei der Untersuchung. Das habe ich auch von anderen Frauen oft gehört.

Wie kommt das? Wir Frauen sollten doch eigentlich viel mehr Einfühlungsvermögen in das gleiche Geschlecht haben. Klassischerweise gibt es die Hebamme, eine weibliche Zunft, die allerdings keinen Arzt-Status hat. Wenn der Artikel noch aktuell ist, gibt es in Deutschland genau eine männliche Hebamme.

Insgesamt bin ich sowieso keine große Anhängerin unserer Schulmedizin, die den Menschen in Fachbereiche aufgliedert und jedes Symptom isoliert betrachtet. Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit, da sind uns andere Denkweisen um viele Harnröhrenlängen voraus.

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Bild: Urologische Klinik des Universitätsklinikums Erlangen

Schwacher Schatten!?

„Was ich sagen will, ist, dass Dummsein nicht Ihr Problem ist“, sagte Otsuka mit ernstem Gesicht.

„Ach, wirklich?“

„Ihr Problem, meine ich wenigstens, besteht darin, dass … Ihr Schatten irgendwie schwach ist, oder? Das ist mir gleich aufgefallen, als ich Sie sah. Der Schatten, den Sie auf den Boden werfen, ist nur halb so dicht wie bei normalen Menschen.“

Ein Gespräch zwischen Nakata und Otsuka, einem Kater. Nakata hält sich für dumm, kann sich aber mit Katzen unterhalten.

aus: Kafka am Strand, Haruki Murakami

Hat jemand Leseerfahrung mit Murakami?

Rabimmelrabammelrabumm – Ein Rückblick

Kinder, was bin ich froh, auf keine Martinsumzüge mehr gehen zu müssen!

Man kann/konnte ja nicht früh genug damit anfangen, schon die Kleinsten mit zum Umzug zu schleppen. Auch ein Baby mit ein paar Monaten muss unbedingt dabei sein, es könnte sonst etwas verpassen.

Als noch recht unbedarfte Mutter bin ich mit meinem Erstgeborenen in der Krabbelgruppe zum allerersten Mal mitgegangen. Das war allgemein so, man machte mich glauben, das gehöre zum Guten-Mutter-Sein dazu. Schon damals wollte bei meinem Sohn der Martinsfunke nicht recht überspringen. Auch in den darauffolgenden Jahren konnte er sich für die Martin-Romantik nicht erwärmen. Inzwischen war der Junge größer und Kindergarten- bzw. Vorschulkind. Die Laterne (mit Ersatzbatterien) habe immer ich getragen, auch das fröhliche Singen überließ er mir. Das Basteln jedoch blieb ihm nicht erspart.

Am Tag des Umzugs versammelte man also die Kinder in Strumpfhosen, Skianzüge, Mützen und allem, was sonst noch dazugehört, dick eingemummt im Vorraum des Kindergartens, wo einem nach spätestens 5 Minuten der Schweiß vom Rücken bis in die Kniekehlen lief.

Dann konnte es endlich losgehen! Der Legende des Heiligen Martin wurde wieder Leben eingehaucht.

Ich zog ein grell-orangefarbenes ärmelloses Jäckchen als „Ordner“ an, um die lieben Kleinen im Dunkeln über Stock und Stein zu geleiten. Einmal wurde ich besonders geadelt, indem ich die Noten für die Trompeterin tragen durfte, und führte so den Zug mit an. Ich kochte Tee oder Kinderpunsch für das gesellige Beisammensein hinterher und auch Martinsgänse durfte ich backen.

Gerne wird bei solchen Gelegenheiten auch Stockbrot (auch hierfür durfte ich verschiedenste Teigvarianten produzieren) gereicht, das romantisch über offenem Feuer geröstet wird. Schmecken tut es jedoch nur selten. „Mama, nimmst du mal“, sagt das Kind, stolpert über abgestellte Laternen und verliert irgendwo im Dunkel seine Handschuhe.

Auch mein jüngerer Sohn war kein Martin-Fan. Ich glaube, er hat anfangs dabei auch noch geweint. Vielleicht ahnte er da schon, dass seine spätere Freundschaft zu seinem Grundschulklassenkameraden Martin B. kein gutes Ende nehmen würde. Wir wissen es nicht.

„Das Licht ist aus, wir gehen nach Haus, rabimmelrabammelrabumm.“