Schützenkomplimente und Hundertjähriger Schlaf

„Mit seinen Komplimenten tritt der Schütze Mitmenschen oft auf die Füße. Der Schütze ist aber nicht boshaft – nur eben erschreckend offen.“

„Doch dort, wo ein Schütze ist, ist ein Fettnäpfchen nicht weit, denn taktlose Bemerkungen sind in der Tat seine Stärke. Durch seine offene und direkte Art stößt er andere Leute unabsichtlich vor den Kopf. Im Grunde meint er es gar nicht so, er sagt einfach, was ihm in den Sinn kommt. „

… so steht es zwei Schützencharakterisierungen.

Ich bin das beste lebende Beispiel dafür. Gestern wollte ich meinem Gegenüber ein sehr ernst gemeintes Kompliment zu einer durchaus problematischen Thematik machen. Nicht nur, dass ich die andere Person zunächst in Angst und Schrecken versetzte, und diese erstmal mehrmals wiederkäuen musste, bevor sie das Kompliment als solches erkennen konnte, nein (!), danach wurde mir selbst erst die Ungeheuerlichkeit bewusst, mit der ich mir ein Eigentor geschossen hatte!

Dieses Eigentor ist so schmerzhaft, dass ich eine schwere Gehirnerschütterung habe und mich vermutlich nur in einem hundertjährigen Schlaf davon erholen kann.

Gute Nacht.

(Quelle: http://www.kostuemverleih.com)

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24 Kommentare zu “Schützenkomplimente und Hundertjähriger Schlaf

  1. Verlass Dich mal nicht darauf, dass dann wirklich ein Prinz kommt und Dich wachküsst. Wer weiß, was das fürn Ekel ist. Lieber die Sache durchstehn, Fettnäpfchen sind eben leider echt fiese Fallen, die wir viel zu spät wahrnehmen.
    Liebe Grüße,
    Elvira

  2. Wenn dir dein „Opfer“ nicht verzeiht, ist es die Reue nicht wert. Aber wenn es dir verzeiht, musst du ihm Respekt zollen und dir selbst verzeihen. Nur wer sich selbst in seiner Fehlerhaftigkeit respektiert, kann wahre Vergebung erfahren, denk an Judas. So, jetzt ziehe ich meine geklaute Priesterkutte aber schnell wieder aus, bevor der Pfarrer was merkt. Und du nimmst vor dem Schlafengehen zwei Aspirin…

  3. Hm, glaubst Du an diese Sternzeichencharakterisierungen? Ich lehne so etwas ja eigentlich ab und doch, manchmal, wenn ich etwas darüber lese, denke ich, ja, da könnte auch was dran sein, was aber wiederum nur daran liegen könnte, dass man immer unbewusst das Passende heraussucht. Bandwurmsatz.

    • Da gebe ich Dir völlig Recht, liebe erinnye. Diese Charakterisierungen sind schon problematisch. Dennoch ist es, wie Du sagst, manche (Sternzeichen-)Charakterzüge kann man schon sehr deutlich bei einem selbst oder einer anderen Person erkennen.
      Für meine Fettnapfgeschichte habe ich nach dem passenden Aufhänger gesucht und dann ist mir „das besondere Talent“ des Schützen eingefallen.

      • Ich habe beim Lesen gedacht, ja, ich kenne auch Schützen, die sehr gut ins Fettnäpfchen treten können. Genauso geht es mir mit den Charaktereigenschaften, die anderen Sternzeichen zugeschrieben werden, u. a. meinem eigenen, dem Steinbock. Ich stehe da wirklich etwas ratlos davor 😉

  4. Hallo Schützin,
    hier spricht ein Schütze, der auch noch am gleichen Tag Geburtstag hat wie Du. Ich bin manchmal auch zu offen. Das scheint uns wohl wirklich in den Genen zu liegen.
    Liebe Grüße
    Harald
    Ich hoffe, der Kopf ist wieder klar 😉

    • Hallo Harald,
      das beruhigt mich 🙂
      Es war einfach unglücklich von mir ausgedrückt und hat mich dann selber umso mehr getroffen.
      Aber solche Dinge kommen nun mal vor.
      Gut, dass wir als Schützen auch humorvoll sind 😉
      Liebe Grüße
      Andrea

  5. Hallo Schützin, du sprichst mir aus der Seele. Mit den Fettnäpfchen habe ich in letzter Zeit eine Auszeit genommen. Hast du im November oder Dezember Geburtstag ? Ich habe 4 Wochen vor Heiligabend ! Gute Besserung !
    L.G.
    Mrs. Jones

      • Bin seit 7 Jahren Buddhistin und meditiere täglich. Dadurch konnte ich die Fettnäpfchen um 95% reduzieren !
        L.G.
        Mrs. Jones

  6. Irgendwann werden nur noch die Aszendenten wichtig. Und ansonsten gibts auch noch das chinesische Horoskop. Irgendwie fehlt da nur noch ein zweites „r“ und schon wird das, was Du beschreibst, draus.
    Arme Köchin, ich hoffe, dass sich alles wieder einrenkt.
    Es grüßt das Miezerl

    • Liebes Miezerl,
      welch Glanz in meiner Hütte 🙂
      Ja mei, shit happens, ich neige halt hinterher zur Selbstgeißelung in solchen Fällen, was nicht wirklich angenehm ist 😦
      Sei mir lieb zurückgegrüßt
      A.

  7. Pah. Hat doch jeder, so einen Tick, so eine Unart, und Offenheit kann da echt nicht das Schlimmste sein. Hauptsache, der Humor geht nicht verloren, dann vergehen hundert Jahre vielleicht in einem lachenden Augenblick.

    • Hallo muetzenfalterin,
      da hast Du Recht, wenn man es mit Humor bewältigt, ist es sicher einfacher. Nur zuerst bleibt einem leider doch eher das Lachen im Halse stecken.

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