Hochzeit nicht nur in Monaco

Letzte Woche haben unsere Freunde Moni und Didi (Namen von der Redaktion geändert) standesamtlich geheiratet. Wie ich an der einen oder anderen Stelle bereits erwähnt habe, bin ich dem Trachten-Hype eher abhold. Nun gebe ich aber gerne zu, dass Moni ein sehr geschmackvolles Dirndl getragen hat.

(Das ist nicht Moni auf dem Foto, allerdings das Originalkleid, das aber in Realität noch sehr viel hübscher und edler aussieht. Auch das Blau sieht in echt schöner aus, es war eher ein Graublau.)

Um den Bräutigam nicht völlig unerwähnt zu lassen: er trug einen sehr schönen schwarzen Trachtenanzug dazu (von Tracht war nicht viel zu sehen).

Soweit so gut. Unter den Gästen war auch eine enge Freundin der Braut: „Mandy“ (Name ebenfalls von der Redaktion geändert). Die Gute hat eine enorme Oberweite und presste sich – mehr schlecht als recht – ebenfalls in ein Dirndl. Dieses Exemplar war moosgrün und pink und am Dekolleté unpassenderweise sehr offenherzig. Bewegte sich Mandy – was sie sehr oft tat, weil sie ihre kleine zweijährige Tochter häufig auf den Arm nehmen musste – (das Mädchen trug nebenbei gesagt weiße Designerschuhe von Gianfranco Ferré, mit denen sie kaum gehen konnte), fiel allen die gesamte Tragweite ihres Busens ins Auge. Verletzt wurde dabei jedoch niemand. Das Dirndl war meines Erachtens bestimmt nicht billig, allerdings sah Mandy damit aus, als hätte sie die Dreharbeiten zu der bayerischen Sexklamotte „Liebesgrüße aus der Lederhose Teil 112“ unterbrochen, um auf einer anderen Hochzeit zu tanzen.

Ja, Geschmäcker sind halt verschieden! 😉

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7 Kommentare zu “Hochzeit nicht nur in Monaco

  1. „fiel allen die gesamte Tragweite ihres Busens ins Auge. Verletzt wurde dabei jedoch niemand. “ – ich schmeiß mich wech vor lachen.
    Tja, die Gute weiß halt was sie hat und das zeigt sie auch – oder sie weiß nicht, was sie sich damit antut – man weiß ja nie, ob sich eine was bei gedacht hat oder nicht 🙂

  2. Ich verbitte mir jegliche Schmähung der in der Nähe meiner genetischen Heimat gedrehten „Liebesgrüsse aus der Lederhosn“ („Lederhose“ ist allein schon ein unentschuldbarer Faux pas!). Es ist der Schande genug, dass es von Teil 1 nur eine schwerst verstümmelte Fassung auf DVD gibt, auf welcher der schlechte Ruf dieses ursprünglichen Meisterwerks des ungepflegten Humors beruht… *heul*

  3. Herrlich, Dein Dirndl-Trauma! 🙂
    Hierzulande provoziert man sogar die beste Gelegenheit, eins zu tragen. Erst kürzlich sollte bei uns ein Dirndltag stattfinden auf der Arbeit. Ich dachte mir schon – das kann doch jetzt nicht wahr sein, bei gefühlten 38 Grad im Schatten! 😉 Ich hab das mal rein zufällig überlesen, sonst hätte ich mich auch wieder in die Lederhosn packen müssen. Da kannste dann nicht einfach mit Flipflops kommen. Wie sieht das denn dann aus? Dann hätte ich mich womöglich wieder mal genauso deplaziert gefühlt wie die drei, die Du oben beschreibst – Mandy, ihr Dekolleté und ihre weißen Designerschuhe.

  4. naja, diese Geschichte bestätigt einfach meine Vermutung, dass es keinen Sinn hat, mit kleinen Kindern dabei schick sein zu wollen.
    und mit Dekolletes.. gefährlich, gefährlich.. Manchmal vergesse ich das und wähle ein Wickelkleid oder Trägertop, dann sitze ich in der Tram und die Kleine krallt sich so an meiner Vorderseite fest, dass sich der Stoff verschiebt und ich pikiert denke : „hoffentlich halten mich die Mitfahrer nicht für völlig schlampig-schnodderig“..

  5. Das heißt nicht „schlampig-schnodderig“, das nennt sich „Grunge-Look“ und ist cool! 🙂 Du hast nix zu befürchten, anniefee – da zählst Du zu den angesagten hippen Müttern 😀

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