Diskretion

Diskretion kommt von dem lateinischen Verb „discernere“ = unterscheiden.           

Diskretion hat aber meiner Meinung nach mehrere Bedeutungen:

Wenn jemand diskret ist, plappert er keine Geheimnisse aus, er ist verschwiegen.

Ich muss aber auch immer wieder unterscheiden, ist meine Reaktion auf einen Menschen in einer bestimmten Angelegenheit angemessen oder entspringt sie meiner eigenen Projektion (alten Mustern, Verletzungen).

Wenn ich diskret bin, will ich nicht alles ergründen beim Anderen. Ich lasse seine Unzulänglichkeiten, Eigenheiten, die mich stören, bei ihm. Ich trete sie nicht breit und ich trample nicht darauf herum. Ich bleibe zurückhaltend.

Letztlich liegt es an jedem selbst, zwischen Gedanken zu unterscheiden, die Freude machen und stärken oder denjenigen, die uns „in die Enge treiben“ und mit Angst und Zweifeln erfüllen.

~ *~

„Was nützt Diskretion, wenn es nichts mehr gibt, was man diskret behandeln müßte.“ (Heinrich Böll)

„Alle großen Verführer wissen, daß Diskretion Voraussetzung des Erfolges ist. Die selbstauferlegte Schweigepflicht der wahren Frauenhelden ist kaum weniger streng als die der Ärzte.“ (A. Maurois)

„Wen ich länger um mich sehe, den suche immerfort aufmerksam zu machen, welch ein Unterschied stattfinde zwischen Aufrichtigkeit, Vertrauen und Indiskretion, ja, daß eigentlich kein Unterschied sei, vielmehr nur ein leiser Übergang vom Unverfänglichsten zum Schädlichsten, welcher bemerkt oder vielmehr empfunden werden müsse.“ (J. W. v. Goethe)

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2 Kommentare zu “Diskretion

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