Stillos?

papierschiffchen ist mir sozusagen thematisch zuvorgekommen. Jetzt wollte ich so ein „Reblog“ versuchen, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob es in die Hose ging oder doch geklappt hat.

Und „die Hose“ ist auch gleich das passende Stichwort…

Was trägt Frau ü30 bzw. ü40 denn nun eigentlich?

Seit dem Lesen dieses Artikels bei Brigitte Woman.de vor einigen Tagen stelle ich mir persönlich die gleiche Frage wie meine Blogger-Kollegin. Allerdings bin ich mir selber nicht ganz einig darüber. Okay, die Mädchenzeit ist vorbei. Keine Frage. Sicherlich hat man das Ziel verfehlt, wenn man krampfhaft versucht, jugendlich aussehen wollen. Andererseits ist mir jedes Mode- bzw. Styling-Diktat zuwider.

Vor einigen Jahren (nach der Geburth meines 2. Sohnes) habe ich eine Mode- und Stilberatung gemacht. Ich bin ein Winter-Typ, dem stehen klare, kühle Farben und nix Verspieltes.

Aber wer sagt denn nun, was Frau ab einem gewissen Alter zu tragen hat, damit sie sich nicht lächerlich macht bzw. gut aussieht, sich wohlfühlt und dabei eine vorteilhafte Figur macht? Auf bauchfreie Tops kann ich verzichten, die stehen auch manch jungen Damen nicht wirklich gut zu Gesicht. Was ist nun mit Shorts im Sommer? Geht eigentlich nicht mehr, würde ich sagen, außer für den Badeplatz.

In Sack und Asche möchte ich auch nicht wandeln. Ich wage zu behaupten, dass der Großteil der Frauen sich doch besser fühlt, wenn sie Kleidung trägt, die ihr steht und ihre Persönlichkeit unterstreicht.

Was ist dann mit ganz unkonventionellen Typen? Es wäre doch irrsinnig langweilig, wenn alle Frauen über 40 nur noch klassisch-angehauchte Klamotten tragen würden.

Ich schließe daher mit einem Zitat aus „Bodies“ von Robbie Williams: „And all we’ve ever wanted is to look good naked, hope that someone can take it“.

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6 Kommentare zu “Stillos?

  1. Da bin ich froh, dass es als Mann da immer etwas einfacher ist. Männer haben gemeinhin klamottentechnisch nicht so viel Auswahl, nicht so viele Möglichkeiten, was auch ein Nachteil sein kann – aber halt an dem von Dir angesprochenen Punkt wird es eher zum Vorteil. Schön auch immer die Frage nach der Frisur, sollten Damen ab 60 oder älter zB noch lange Haare tragen? Aber: das Bild hat sich ja gewandelt, meine Mutter ist jetzt 60 und nimmt man die Generation vor ihr, also meine Oma-Generation, das ist schon ein himmelweiter Unterschied. Da sahen Frauen schon mit 40 aus wie Omas.
    Solange Männer ab 25 außer am Strand und beim Sport bitte keine kurzen Hosen mehr tragen bin ich, was mich betrifft, schon zufrieden.

    • Das stimmt natürlich. Ältere Leute sehen heutzutage wesentlich jünger als als in vorangegangenen Generationen. Da mir kurze Haare eh besser stehen als lange, wird eine wallende Mähne wohl nix mehr werden 😉
      (Zwischen 16 und 18 Jahren hatte ich natürlich lange Haare mit Dauerwelle 😀 )

  2. Mmhh so eine Stilberatung ist ok, aber auch nur eine Wahrheit. Wir verändern uns täglich und so ein Leben ist ja ein großes „Schauspiel“ wir tragen doch am Ende immer, was wir darstellen wollen. Die Form unseres“ Wollens“ wird natürlich von Außen beeinflusst, bewertet, gespiegelt.
    Wer es bei all den „Wertungen“schafft den Spaß an seinen Klamotten nicht zu verlieren, der hat seine Freiheit.
    Farben haben in jedem Fall Auswirkungen ( siehe z.B. Goethes – Farbenlehre: http://www.goethesfarbenlehre.de/)
    und mich dem Dogma zu unterwerfen ich wäre z.B. ein „Wintertyp“ und solle nur dunkle, kühle Farben tragen, würde ich mich nicht unterwerfen. „Viva la revolution“

  3. Epic Fail! Die modische Trennung der Generationen ist ein Anachronismus. Es wird sich immer empört, dass aus Kindern kleine Erwachsene gemacht werden, dabei ist es umgekehrt, „Kindermode“ ist eine Erfindung. Mir war es immer dezent widerwärtig, in bunte Kasperklamotten gesteckt zu werden. Aus diesem Niedlichkeitszwang hat sich die Jugendmode erst entwickelt, man will sich von Kindern UND Erwachsenen abgrenzen, das wiederum interagiert mit dem Jugendkult. Der Oma-Look rührt auch nur daher, weil man als Senior von der Mode überholt wird, „alt“ ist eigentlich nur „veraltet“. Ironischerweise hebt dieser Effekt sogar die soziale Signalwirkung von Mode auf, wer in einem noch so teuren Fummel aus den 80ern herumrennt, macht sich lächerlich. Apropos, Boris im Disko-Fieber:

  4. Da sagst du was. Ich habe mich ja nie so richtig Modezwängen unterworfen … so wie ich mich generell nicht unterwerfe. Mal passte das, was gerade hip war besser zu mir, mal weniger. So wie im Moment. Die Läden hängen voll mit schrecklichem, an die 80er Jahre angelehntem Zeugs. Im Allgemeinen versuche ich, die Klamotten herauszufischen, die zu mir passen und in denen ich mich wohlfühle. Fertig.

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