Japanische Nudelsuppe

Die Suppenköchin nimmt momentan eine Auszeit von ihrer Familie. Sie darf in der Wohnung einer lieben Herzensfreundin wohnen, die im Moment verreist ist. Die Suppenköchin weiß nämlich nicht, ob es noch Sinn macht, eine Ehe aufrecht zu erhalten, die längst keine mehr ist.

Sie ist 42. Ihre Söhne werden demnächst 13 und 9.

Sie ist seit 26 Jahren mit ihrem Mann zusammen, seit 14 Jahren verheiratet.

Sie haben ein Einkommen und sie hat keinen Plan, was sie beruflich machen soll. Seit fast 13 Jahren war sie nicht mehr in ihrem Beruf tätig. 2 Wochen musste sie nach Ende der Elternzeit in ihrer alten Firma arbeiten. Schon beim Betreten des Gebäudes wurde ihr schlecht und beim Anblick all der „wichtigen“ Anzugträger und Kolleginnen fühlte sie sich wie von einem anderen Stern. Vor ein paar Jahren war sie 6 Monate bei einer Familie putzen.

In diesen Tagen der Auszeit hat sie sich „Tampopo“ angesehen. Tampopo (Pusteblume) ist der Name der Besitzerin bzw. Köchin einer Suppenküche des gleichnamigen Films.
Auf der Suche nach dem perfekten Rezept bekommt sie Unterstützung von verschiedenen Helfern. Sie muss ihre Fitness, ihre Aufmerksamkeit und Konzentration schulen und verbessern, das gleiche Rezept immer wieder neu ausprobieren und umstellen und den Impuls kontrollieren, alles hinzuschmeißen. Sie lernt bei ihren männlichen Kollegen zu spionieren und gewinnt allmählich mehr Mut und Selbstvertrauen. Am Ende wird sie durch Anerkennung ihrer Helfer und auch der Kundschaft belohnt.

Spätestens morgen endet die Auszeit…

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3 Kommentare zu “Japanische Nudelsuppe

  1. Oje. Das klingt nach einer schweren Zeit. Einen richtigen Rat vermag ich nicht zu geben. Fühl‘ in dich hinein, wie sich welche Alternative anfühlt, wonach du dich sehnst, was du möchtest, wovor du angst hast und lass‘ dir die Zeit, die du brauchst, bis eine Entscheidung gereift ist, zu der stehen kannst. Dann tue es. Wenn es denn sein soll, dass deine Beziehung keine Zukunft hat, dann findet sich ein Weg und du einen Job. Außerdem ist ja dein Männe auch in der Pflicht. Es gibt Beratungsstellen, die dir helfen können, deine Situation von der rechtlich-wirtschaftlichen Seite einzuschätzen (z.B. pro familia) und es gibt welche, die dich bei der Jobfrage unterstützen (z.B. IHK). Und natürlich das Web. Fühl dich gedrückt. LG

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