Selbstliebe

Heut bin ich echt schlecht drauf, obwohl sich die Sonne Vormittag durch den Nebel gekämpft hat und es ein strahlend schöner Frühlingstag geworden ist.

Habe eine furchtbare Laune und will aber nicht jammern. Sind die Hormone schuld? Keine Ahnung… jammern und Selbstmitleid sind im Grunde schrecklich. (Wir Deutschen jammern eh viel zu viel).

Kennt das außer mir noch jemand, dass man sich von Zeit zu Zeit schmerzhaft bewusst wird, wie durchschnittlich, banal, mittelmäßig und im Grunde unbedeutend man selber bzw. das eigene Leben ist?

Wie gesagt, ich will nicht herumjammern und kein Mitleid erregen bzw. auch nicht um aufmunternde Worte „betteln“.

Ich frage mich einfach, wäre das der Umkehrschluss:

Selbstliebe bedeutet die eigene Durchschnittlichkeit und Unbedeutendheit ohne Selbstmitleid zu akzeptieren.

???

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17 Kommentare zu “Selbstliebe

    • Lieber NixZen,
      vielen lieben Dank dafür!!!!!
      Ja, der Text ist äußerst berührend und wunderschön, ich kannte ihn schon ein Weilchen und habe ihn auch selbst schon öfters „versendet“.

      Herr Twix wollte bestimmt niemanden fressen. Ich glaube, er wollte mir damit nur sagen, ich solle nicht zu sehr grübeln… und Humor hilft auch manchmal bei schlechter Laune.

      Herzlichen Gruß 🙂

  1. @twix: wenn der link für mich war, sorry aber so funktioniert die Geschichte des Netzes. Man vernetzt sich und der link ist mit Wohlwollen für die Suppenküche hier hinterlassen. Wir bauen hier doch keine Federmappen auf, weil keiner abgucken soll, oder etwa doch.

  2. Klar. Kenn‘ ich auch. Ist nicht schlimm. Geht vorbei 🙂
    Mich hatte gestern Abend die Flemm erwischt (Die Flemm ist ein Ausdruck aus dem Saarländischen für ebendiesen Zustand). Vielleicht liegt es ja doch an den Sternen oder dem Mond, ich habe gerade in meinem Blog zu sowas Ähnlichem geschrieben. LG

  3. Oh ja, liebe Kreadiv, das kenn ich.
    „Selbstliebe bedeutet die eigene Durchschnittlichkeit und Unbedeutendheit ohne Selbstmitleid zu akzeptieren“… oft scheitere ich an meinen eigenen Ansprüchen und dann bin ich ziemlich frustriert, deshalb ist es sehr gut, wenn man ab und zu mal die persönliche Festplatte wieder resettet 😉

    Dazu fällt mir das schöne Lied von BAP ein : Aff un zo… hier mal der Text, weil Niedecken immer so nuschelt 😉

    Aff un zo ess alles herrlich, aff un zo och janz erbärmlich,
    aff un zo jeht einfach alles schief.
    Aff un zo hätt mer verloore, aff un zo weed mer öm sieh Glöck bedroore,
    aff un zo hällt mer die Uhre stief.
    Manchmohl nimmste alles leich un
    manchmohl fällt dir alles furchtbar schwer.
    Et selve Glas kann morjens
    halvvoll sinn un ohvends ess et dann halvleer. Manchmohl schweb mer
    en Jedanke op Wolke un steht met singe Fööß em Dreck. Et kütt vüür,
    dat mer nit wiggerweiß un et dann klapp em selve Augebleck, em selve
    Augebleck. Aff un zo föhlt mer sich schutzlos, aff un zo einsam un nutzlos,
    aff un zo, wenn einer frööch: “ Okay!“ Aff un zo ess mer dä Eezte,
    aff un zo natürlich och ald ens dä Letzte, aff un zo deit mer sich selver leid.
    Jede Minsch mäht schon ens Fähler, selvs dä Einstein hätt sich ens verdonn.
    Nur eins darf mer nit verjesse: Et jeht wigger hinger`m Horizont,
    hinger`m Horizont. Aff un zo steht mer vüür`m Spejel un denk:
    “ Du kriss nix jeregelt!“ Aff un zo sieht mer rundömm kei Land.
    Aff un zo ess mer ahm schänge, aff un zo sing eij`ne Zweifel ahm verdränge,
    aff un zo ess mer total entspannt. Aff un zo läuf alles super,
    aff un zo ess mer dä Loser, aff un zo steht mer sich selvs em Wääsch.
    Aff un zo deit dir ding Seel wieh. Aff un zo hätt mer janz einfach keine
    Plan mieh, aff un zo jeht et uns janit schlääsch.

    Schönen Mittwoch
    Sweetkoffie

  4. hi suppenköchin ;-),
    ich denke mal das fast jeder das gefühl kennt, das du beschrieben hast und dass du nicht mitleid erregen wilst mit deinem blog. es ist doch viel besser seine furchtbare laune in und an einem blog auszulassen.
    du schreibst:
    „Selbstliebe bedeutet die eigene Durchschnittlichkeit und Unbedeutendheit ohne Selbstmitleid zu akzeptieren“.
    da stellt sich mir die frage!
    was ist und bedeutet denn die durchschnittlichkeit und unbedeutendheit?
    wer bestimmt den durchschnitt?
    bestimmt man ihn selbst oder wird er von anderen bestimmt, von anderen vorgegeben, vorgelebt?
    so das reicht jetzt mal mit meinem gesabbel.

    • Lieber Ralf,

      danke fürs Vorbeischauen, man ist ja doch ein paar Häuschen weiter entfernt inzwischen 😉

      Ich danke Dir für „Dein Gesabbel“, das ganz bestimmt keins ist, weil es mir ja eben ganz genau drum geht. Wer oder was redet einem so was ein und was bedeutet eigentlich „unbedeutend“ und „durchschnittlich“ zu sein, wer legt das fest????????????

      Ganz liebe Grüße 🙂

      • Hi Suppenköchin,
        dann sabbel ich doch gleich mal weiter.
        Auch wenn wir ein paar Häuschen entfernt sind, führen und finden sich immer wieder Wege zueinander.
        Zum Thema wer oder was redet einem ein, dass man durchschnittlich unbedeutend ist und wer das fest legt.
        Für mich selbst denke ich, dass es tief in einem etwas gibt, dass einem das Gefühl gibt unbedeutend zu sein, aber je mehr man dagegen ankämpft, nicht zulässt, dass das besch… Gefühl überhandnimmt, desto mehr fühlt man sich unbedeutend und fühlt sich dazu noch überflüssig. Ist man dann in dem Stadium der Überflüssigkeit angekommen, fühl man sich nicht nur durchschnittlich und unbedeutend, sondern unterdurchschnittlich; wobei ich mir gerade überlegt was für ein Wort noch vor unterdurchschnittlich und unbedeutend kommen könnte, ist ja auch wurscht, ich denke du versteht was ich meine.
        Wenn ich für mich selbst spreche, ist es mir gleich sowas von egal, wenn andere mich für unter- oder durchschnittlich, bedeuten oder meinetwegen auch unbedeutend halten, für mich ist nur wichtig was ich selbst über mich denke und von mir halte.
        Das steht momentan aber auf einem ganz anderen Blatt das ich verusche zu bearbeiten und zu löschen.

      • Lieber Ralf,
        Du beschreibst das sehr genau und ich kenn das auch von mir selber!
        Bei mir wird es immer dann „kritisch“, wenn ich mich mit anderen vergleiche. Obwohl ich weiß, dass das Quark ist, hört diese fiese innere Stimme eben nicht auf zu quatschen.
        Aber der Weg ist das Ziel…
        sei lieb umarmt
        A.

  5. Irgendwie war gestern auch nicht mein Tag – zu nichts zu gebrauchen… Aber heute ist ein neuer Tag und es geht viel besser 🙂
    Ich hoffe bei Dir auch? Sonnige Frühlingsgrüße, wortmeer

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