Suppenküche interviewt die Zeit

S: „Lieber Herr Tempus, herzlich willkommen in meiner Suppenküche! Schön, dass Sie heute die  – ääääh –  Zeit für ein Interview gefunden haben! Ich freue mich sehr, ein Gespräch mit so einem berühmten – äääääääh –  Zeitgenossen führen zu können. Soviel ich weiß, sind Sie ja meist auf der Flucht „Tempus fugit“ oder wie sehen Sie das selbst?“

H.T.:  „Ach wissen Sie, Frau Suppenküche, ich mag ein guter Arzt, aber schlechter Kosmetiker sein.“

S: „Ah ja. Man sagt Ihnen ja nach, Sie seien Geld. Können Sie uns dazu mehr verraten?“

H.T.:  „Zinsspanne ist jene feine Differenz, die Bankiers zu allen Zeiten ein sorgenfreies Leben garantierte.“

S (nickt zustimmend): „In der vergangenen Nacht haben wir Sie ja wieder umgestellt. Wie kommen Sie ganz persönlich damit zurecht?“

H.T.:  „Alles ist sich gleich, ein jeder Teil repräsentiert das Ganze. Ich habe zuweilen mein ganzes Leben in einer Stunde gesehen.“

S: „Sehr tiefsinnig, Herr Tempus. Kommen wir doch einmal auf das unliebsame Thema der „Zeitdiebe“ zu sprechen.“

H.T. (etwas ungehalten): „Sie meinen die „Grauen Herren“? Da möchte ich Sie bitten, sich persönlich an Momo zu wenden. Ich spreche sehr ungern darüber.“

S: „Lieber Herr Tempus, ich danke Ihnen für diese aufschlussreichen Worte und wünsche Ihnen eine gute – ääääh – alles Gute für die Zukunft!“

~ * ~

 

Frau Suppenküche in derselbigen

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10 Kommentare zu “Suppenküche interviewt die Zeit

  1. Ich glaube, Herr Orwell hat die Zeit auch mal interviewt oder Momo: „Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“ (George Orwell )

    • Gut, wenn der Sekundentakt nicht dauernd wie ein Sklaventreiber auf den Puls pocht. Und Zeit kann man sowieso nicht haben, also besitzen. Zeit nimmt man sich für das, was einem wichtig ist.

    • Ich habe ein paar Jahre lang auch bewusst keine Armbanduhr mehr getragen und festgestellt, es ist schon möglich.
      Inzwischen trage ich wieder eine, nicht dauernd, aber wenn ich aus dem Haus gehe.

      • Ich habe meine verloren, eine Woche nachdem ich mich entschieden hatte, meinen Eltern nicht mehr zu gehorchen. Das ist jetzt über 24 Jahre her. Seitdem hat es keine Armbanduhr längere Zeit an meinem Handgelenk ausgehalten. Die verschwinden immer. Wohin weiß ich nicht.

  2. Herr Tempus war kurz zu Besuch und hat mit mir Kaffee getrunken (er wollte einen um 22.30 Uhr haben). Er riet mir, die Uhren schon am Samstag vorzustellen, die ich per Hand vorzustellen hätte. Die Funkuhren machen das ja von sich aus.
    Darüber war ich doch auch froh, wobei… ich mach das ja schon seit Jahren auf diese Art. Hat da Herr Tempus etwas von mir geklaut??
    Trotzdem ein sehr freundlicher, äh, Herr (Dame… Mensch? Zeiteinheit mit Hut???)

    Liebe Grüße

    Dein Schn., lieber Päu :0)

    • Liebe Misses Punk,
      wenn Herr Tempus bei Ihnen zum Kaffee war, müssen Sie doch festgestellt haben, dass es sich um einen Mann gehandelt hat.
      Sehr verwirrend muss ich zugeben!
      😉

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