Seidenherz

Jenseits von Paar- und Stabreimen habe ich mich von Webloggia zu einem „Achtundzwanziger“ inspirieren lassen.

 

Naiv schenkte sie ihm ihr Herz

wickelte es in Seidenpapier

und doch zitterten ihre Hände dabei

 

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Selbstliebe

Heut bin ich echt schlecht drauf, obwohl sich die Sonne Vormittag durch den Nebel gekämpft hat und es ein strahlend schöner Frühlingstag geworden ist.

Habe eine furchtbare Laune und will aber nicht jammern. Sind die Hormone schuld? Keine Ahnung… jammern und Selbstmitleid sind im Grunde schrecklich. (Wir Deutschen jammern eh viel zu viel).

Kennt das außer mir noch jemand, dass man sich von Zeit zu Zeit schmerzhaft bewusst wird, wie durchschnittlich, banal, mittelmäßig und im Grunde unbedeutend man selber bzw. das eigene Leben ist?

Wie gesagt, ich will nicht herumjammern und kein Mitleid erregen bzw. auch nicht um aufmunternde Worte „betteln“.

Ich frage mich einfach, wäre das der Umkehrschluss:

Selbstliebe bedeutet die eigene Durchschnittlichkeit und Unbedeutendheit ohne Selbstmitleid zu akzeptieren.

???

Der Gartentroll

Hyanzinth und Krokusbecher
Haselbirne, Erdumstecher

Tulpenglocke, Märzenschuft
Grüner Troll in Gärtnerskluft

Sonnenschieber, Wolkenstrahl
Felsenzweige überall

Hüte dich vor manchem Wicht,
der dein Blumenbeet umsticht!

Auch die langen Tulpenstängel
kennen längst den wüsten Bengel

Stängel zittern, Erde bebt
Nur die holde Elfe schwebt

Hebt die zarte Hand zum Schutz
und schickt Troll zum Frühjahrsputz

 

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Suppenküche interviewt die Zeit

S: „Lieber Herr Tempus, herzlich willkommen in meiner Suppenküche! Schön, dass Sie heute die  – ääääh –  Zeit für ein Interview gefunden haben! Ich freue mich sehr, ein Gespräch mit so einem berühmten – äääääääh –  Zeitgenossen führen zu können. Soviel ich weiß, sind Sie ja meist auf der Flucht „Tempus fugit“ oder wie sehen Sie das selbst?“

H.T.:  „Ach wissen Sie, Frau Suppenküche, ich mag ein guter Arzt, aber schlechter Kosmetiker sein.“

S: „Ah ja. Man sagt Ihnen ja nach, Sie seien Geld. Können Sie uns dazu mehr verraten?“

H.T.:  „Zinsspanne ist jene feine Differenz, die Bankiers zu allen Zeiten ein sorgenfreies Leben garantierte.“

S (nickt zustimmend): „In der vergangenen Nacht haben wir Sie ja wieder umgestellt. Wie kommen Sie ganz persönlich damit zurecht?“

H.T.:  „Alles ist sich gleich, ein jeder Teil repräsentiert das Ganze. Ich habe zuweilen mein ganzes Leben in einer Stunde gesehen.“

S: „Sehr tiefsinnig, Herr Tempus. Kommen wir doch einmal auf das unliebsame Thema der „Zeitdiebe“ zu sprechen.“

H.T. (etwas ungehalten): „Sie meinen die „Grauen Herren“? Da möchte ich Sie bitten, sich persönlich an Momo zu wenden. Ich spreche sehr ungern darüber.“

S: „Lieber Herr Tempus, ich danke Ihnen für diese aufschlussreichen Worte und wünsche Ihnen eine gute – ääääh – alles Gute für die Zukunft!“

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Frau Suppenküche in derselbigen

Hohe Berge

Obwohl ich eigentlich nicht so gern backe (wenn ich muss), backe ich in letzter Zeit relativ häufig.
Momentan meistens Muffins, nach verschiedenen Rezepten. Die Marillen-Muffins nach dem Rezept von der Senta, also der Senta Berger, sind übrigens nix, aber das erzähl‘ ich vielleicht ein andermal.

Heute also ein Versuch mit Grieß. Das ergab ziemlich hohe Berge (Grieß-Schoko-Bananen-Muffins):

Plötzlich waren sie eingeschneit:

Netterweise kam dann meine alte Bekannte Frl. Menke zum Kaffee, wir quatschten etwas über die 80er und trällerten fröhlich gemeinsam:

 

P.S. Frl. Menke, die natürlich noch Fräulein ist, zog extra ihr Dirndl an. Ich hab‘ immer noch keins. 😉
Nostalgische Grüße aus der Suppenküche 🙂

Gartenhochzeit

Mein Garten feiert Hochzeit und deshalb findet man nach alter Tradition…

… etwas Neues:

… etwas Altes:

… etwas Geliehenes:

und etwas Blaues: