Ungeschminkt

Wie herrlich war es gestern abend für mich, den Film „Snowcake“ auf ARTE anzuschauen. Ein stiller Film, der ganz ohne große Effekte auskommt.

Überzeugend Sigourney Weaver in der Rolle einer Autistin:

Eine Frau, die sich als Hollywood-Schauspielerin nicht davor scheut, ungeschminkt, ungepusht und ungetuned vor die Kamera zu treten. Hut ab, das ist ganz großes Kino!

Welche Wohltat, von Silikon-Brüsten und aufgeplusterten Lippen einmal verschont zu sein!

Die Botschaft des Films war meiner Ansicht nach, jeden Menschen in seinem Sein bzw.  seiner Andersartigkeit zu achten. Und wenn ich darüber nachdenke, heißt das für mich ganz persönlich, dass ich auch unnatürliche Silikon-Püppchen als Mensch achten soll, auch wenn mir das, was sie (sich und ihrem Körper an-)tun, im Innersten zuwider ist.

Mögen solche Frauen wie Sigourney Weaver Vorbilder für die jungen Mädels und Frauen sein!!!!!
Dann hätte auch eine junge Frau namens „Cora“ sicherlich nicht mit 23 Jahren sterben müssen.

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5 Kommentare zu “Ungeschminkt

  1. Einer der Filme, die ich mir auch jedesmal anschaue, wenn er irgendwo gezeigt wird (wie Gandhi, Und täglich grüßt das Murmeltier, Die Feuerzangenbowle, City of angels {Nur in Englisch}).

    Ich mag Action-Filme und vor allem „Block-buster“ absolut nicht …

  2. Klingt gut, aber die Sache hat einen kleinen Schönheitsfehler: Sie spielt die Autistin ungeschminkt bzw. auf natürlich geschminkt, ganz ohne Puder geht es ja nie. In „normalen“ Rollen hingegen sieht sie meist aus wie aus dem Ei gepellt, selbst nach einem Kampf mit einer ausserirdischen Lebensform („Planetoid LV-426, 70° unter Null, Methan-Sturm, die Frisur sitzt. Dank 3Weltraum-Taft!“). Also wenn man „normale“ Menschen in der Regel für die grosse Leinwand immer hübscher macht, als sie in Wirklichkeit sind, wirken „ungeschminkte“ Behinderte automatisch unattraktiver, als sie in Wirklichkeit sind. Die Schere der „Ästhetik“ wird bis zum Stigmata aufgeklappt, was mich an die berühmt-berüchtigten Anstaltsfrisuren erinnert, auch bekannt als „Kaufbeurer Topfschnitt“. Insofern verzerrt der (Hollywood)Film die Realität stärker als das Theater, wo bekanntlich alle gleich stark ge- bzw. überschminkt werden, bis zur zur Maskenhaftigkeit. Vorträge dieser Art sind bei Cora & Co. allerdings sinnlos, die Sorte ist leider einfach zu dämlich…

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