Der Bambusspaziergang

 

Gedankenverloren spaziere ich
durch den Bambushain
unweit des großen blauen Sees

Der Wind streicht
über einzelne Blätter

Ganz im Moment versunken
stolpere ich über ein Wurzel

Meine Füße finden keinen Halt
während sich ein junger Sprössling
wie eine Lanze durch meine Brust bohrt

Rotes Blut tropft
auf die Erde
bis zum Ende

~.~

 

Ich muss gestehen, chinesische Lyrik  ist nicht so ganz mein Fall. Aus diesem Grund versuche ich es mal mit einer ganz persönlichen Version. Chinesische Bambusasche auf mein Haupt ;-))

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3 Kommentare zu “Der Bambusspaziergang

  1. Das finde ich tragisch-schön. Fast lustig…Wie seltsam und unergründlich das Leben sein kann und vor allen Dingen wie kurz.
    Und mir sagt es, dass man das Leben eben als endlich begreifen sollte, dend flugs, durch eine Unachtsamkeit, kann es vorbei gehen. Also, Füße auf dem Boden, die Augen immer auch dabei und nicht irgendwie dullig durch die Wolken wandeln, denn was so ein spitzer Bambusstock ist, kann leicht in die Brust eindringen.
    So ne Art Lyrik mag ich aber mal sehr.

    • Diese Art von Lyrik ist ja größtenteils so getragen, das reizt schon gewaltig, sich da mal ein Späßchen zu erlauben!!!!!!!
      Aber in jedem Späßchen steckt auch ein Körnchen Wahrheit und jede(r) mag sich ihr/sein persönliches Stöckchen herauspicken ;-))

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