Ungeschminkt

Wie herrlich war es gestern abend für mich, den Film „Snowcake“ auf ARTE anzuschauen. Ein stiller Film, der ganz ohne große Effekte auskommt.

Überzeugend Sigourney Weaver in der Rolle einer Autistin:

Eine Frau, die sich als Hollywood-Schauspielerin nicht davor scheut, ungeschminkt, ungepusht und ungetuned vor die Kamera zu treten. Hut ab, das ist ganz großes Kino!

Welche Wohltat, von Silikon-Brüsten und aufgeplusterten Lippen einmal verschont zu sein!

Die Botschaft des Films war meiner Ansicht nach, jeden Menschen in seinem Sein bzw.  seiner Andersartigkeit zu achten. Und wenn ich darüber nachdenke, heißt das für mich ganz persönlich, dass ich auch unnatürliche Silikon-Püppchen als Mensch achten soll, auch wenn mir das, was sie (sich und ihrem Körper an-)tun, im Innersten zuwider ist.

Mögen solche Frauen wie Sigourney Weaver Vorbilder für die jungen Mädels und Frauen sein!!!!!
Dann hätte auch eine junge Frau namens „Cora“ sicherlich nicht mit 23 Jahren sterben müssen.

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Delicious Ways

Wie immer zog ich in letzter Minute los, um ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen. Morgen Vormittag bin ich zu einem Geburtstags-Brunch einer guten Freundin eingeladen. Insgesamt 13 Frauen. Ich hoffe, es ist keine böse Fee darunter ;-). Was ich ihr kaufen wollte, war mir auch noch nicht klar. Vielleicht einen Badezusatz aus dem Naturkostladen. Aber es sollte ganz anders kommen…

Nachdem ich in meinem Nachbar-Einkaufszentrum zuerst die obligatorischen Brezen besorgt hatte, wollte ich eine hübsche Geburtstagskarte aussuchen und betrat einen Laden, den ich eigentlich gar nicht betreten wollte, zumindest die Stimme meiner Vernunft nicht. „Was willst du denn da, aus diesem Laden brauchst du doch gar nichts“, sagte sie. Doch ich ignorierte sie stoisch. Ziemlich schnell fand ich eine wirklich hübsche und auch noch recht preisgüngstige Karte. Als ich durch den Laden ging, blieb mein Blick an einem Kochbuch hängen „Frühstück und Brunch“. Da machte es „klick“ in meinem Kopf. Ein Kochbuch, ein inspirierendes Kochbuch wär‘ doch was! Meine Freundin ist kein Hausmütterchen, aber sie probiert gern auch mal ausgefallene Gerichte aus – auch für den Brunch gibt sie sich (immer) total viel Mühe und präsentiert viele verschiedene Köstlichkeiten für Auge und Gaumen. Doch das Buch gefiel mir nicht besonders. Auf zu „Thalia“ im 1. Stock!

Ich stöbere gern bei „Thalia“, die Atmosphäre ist dort sehr angenehm und man wird auch nett bedient. Schon nach wenigen Minuten fiel mir ein Buch ins Auge:

„Eigentlich hab‘ ich immer Hunger. Zumindest denke ich bestimmt mehr als dreimal am Tag ans Essen. Dass mir dabei die Idee kam, übers Kochen zu schreiben ist kein Wunder…“ So stand es zu lesen, und ich war prompt gefesselt. (Jetzt war mir auch klar, warum ich erst über das andere Buch im vorherigen Geschäft stolpern musste 😉 )

Aber es wird noch faszinierender! Die Autorin kommt aus meiner Heimat, der Oberpfalz (das liegt in Bayern 😉 ) und hat sogar einige Jahre in meiner Heimatstadt studiert. Angefangen zu schreiben hat sie 2005 mit ihrem „Food Blog“ http://www.deliciousdays.com/.  Schon nach kurzer Zeit hatte sie eine begeisterte Leserschaft, die ihre Texte und Bilder verfolgten und natürlich voller Enthusiasmus ihre Rezepte nachkochten.

Da das Buch auch noch einen sehr reduzierten Preis hatte, kaufte ich es mir selbst auch. Meine Freundin bekommt noch eine irrsinnig gut duftende Natur-Seife (Olive-Mandarine) dazu… und ich freue mich auf den morgigen Brunch mit 12 Frauen – ohne böse Fee.

Eine Woche mit ähnlich inspirierenden und deliziösen Momenten wünscht
„die Suppenköchin“

Wilde Blumen

Wilde Blumen
wachsen aus meinem Kopf
in den Himmel
lassen Konturen klarer werden
wo vorher nur Schemen waren

Wilde Blumen
sprießen aus meinen Händen
und malen bunte wirbelnde Bilder
in die Luft
wo vorher graue Wolkenfetzen waren

Wilde Blumen
wachsen aus meinem Mund
und lassen Worte finden
wo vorher soviel Ungesagtes war

Wilde Blumen
sprießen aus meinem Herzen
blühen um die Wette
mit all den anderen wilden Blumen
auf der Welt

 

„I said I wanna touch the earth
I wanna break it in my hands
I wanna grow something wild and unruly

I wanna sleep on the hard ground
In the comfort of your arms
On a pillow of bluebonnets
In a blanket made of stars

Oh it sounds so good to me

I wanna walk and not run
I wanna skip and not fall
I wanna look at the horizon
And not see a building standing tall

I wanna be the only one
For miles and miles
Except for maybe you
And your simple smile

Oh it sounds good to me
Yeah it sounds so good to me

…“ (Dixie Chicks, Cowboy take me away)


 


 


Glatt oder griffig?

Es gibt 2 Arten von Frauen. Diejenigen, die bei Schnee und Eisglätte zarte Schühchen und Stiefelchen mit glatter Sohle tragen und mit Absätzen umherstöckeln. Diese Frauen haben nie kalte Füße, erkälten sich nie die Blase  und segeln vor allen Dingen nie hin.

Dann gibt es die Frauen, die gefütterte (wetterangepasste) Stiefel mit dickerer, griffiger Sohle tragen, damit sie keine kalten Füße bekommen und sich nicht die Blase erkälten, und die sich keine Knochen brechen wollen.

Handelt es sich bei Kategorie 1 um Frauen, die auch im Erwachsenenalter gegen Muttis Ratschläge aufbegehren?
„Kind, zieh dich warm an, es ist kalt draußen.“

Blickt Kategorie 2 im Grunde neidisch auf Kategorie 1?

Ach, übrigens, es hat wieder geschneit und ist glatt draußen, zieht euch warme Schuhe an! 😉

Mein Leben als Spagatmacherin

Was man als Frau nicht alles soll

Man soll:

  • den Tag mit einem Lächeln beginnen
  • ein (laut Ayurveda heisses) Glas Wasser nach dem Aufstehen trinken
  • Morgengymnastik o.ä. machen
  • sich im Spiegel anlächeln
  • nicht nur die Zähne putzen, sondern am besten noch die Zunge schaben, etc.
  • ein gesundes Frühstück zubereiten
  • stoßlüften
  • Staubmilben, Keimen und Sporen den Kampf ansagen
  • aus Feng-Shui-Gründen Unordnung beseitigen
  • zu erledigende Dinge nicht auf die lange Bank schieben
  • sich mit positiven Menschen/Dingen umgeben
  • sich nicht stressen lassen
  • gelassen bleiben
  • den Kindern, Mitmenschen in dem Moment, wo sie einen brauchen, die volle Aufmerksamkeit schenken
  • Augengymnastik machen
  • Beckenbodengymnastik machen
  • Übungen für den Rücken machen
  • Fußgymnastik machen
  • beim Telefonieren lächeln
  • möglichst viel Zeit an der frischen Luft verbringen
  • sich möglichst viel bewegen
  • kreativ sein
  • nicht zu viel Zeit vor dem Laptop/TV verbringen
  • die Mutter regelmäßig anrufen
  • möglichst jeden Tag frische Lebensmittel einkaufen und frische Speisen zubereiten
  • die Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen, nicht zu viel und nicht zu wenig
  • täglich über Hefteinträge, Vorgänge in der Schule etc. informiert sein, darauf achten, dass Stifte gespitzt werden, alle Zettel/Proben unterschrieben werden
  • die Zähne der Kinder regelmäßig nachputzen und kontrollieren
  • Wäsche umweltschonend aber wirksam waschen
  • Fenster nach dem Mondkalender putzen
  • mit den Zimmerpflanzen sprechen
  • den Geist trainieren
  • die Intimflora nicht durch Sprays etc. zerstören
  • sich gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen
  • sich entsprechend dem gängigen Schönheitsideal weitestgehend enthaaren
  • geistreich, sexy, aber nicht dominant sein
  • dem Ehemann nach Feierabend ein offenes Ohr schenken, Tageszeitung bereitlegen und die Fernbedienung überlassen
  • seine Hemden etc. stets rechtzeitig bügeln
  • den Hund Gassi führen
  • den Garten hegen und pflegen
  • nach Jahreszeit Zimmer und Eingangstür dekorieren

…und kein schlechtes Gewissen haben, wenn man etwas davon gerade nicht macht!  😉

 

Die Suppenköchin wünscht allen Spagatmacherinnen und denen, die wissen, wovon ich spreche, noch eine schöne Woche! 🙂

Küssen

Küssen

Küss mich bitte noch einmal
oder duodezimal
einmal noch, dann bin ich still
oder ob ich nochmal will?

Schmecke, lecke, überlege
Küssen auf dem besten Wege?
Ah, jetzt weiß ich’s ganz genau
Mund zu Mund von Mann zu Frau